Donnerstag, Mai 12, 2011

Breakin N Enterin


Little Dominos - Breakin n EnterinWer nach dem Video Lust hat, mehr über die Anfäge von Breakdance, Popping und Locking zu erfahren, kann das entweder en Block, dafür mit komischem deutschem Sprecher, als Breakdance Gang tun, oder ohne den Sprecher, dafür in Teilen, als Breakin N Enterin. Das ganze ist ne Doku von 1983. Es ist also viel näher dran als irgendwelchen neuen Dokus.

Was ich gerade an dem Little Dominos Video so cool finde, ist dass es, gerade wegen den Fehlern die sie machen, so echt wirkt. Die Breakdance Crews, die man Heute so sieht, sind alle so perfekt und die Moves total ausgefeilt. Da wirkt das einfach wieder frischer.

(via Kraftfuttermischwerk)

Samstag, Mai 07, 2011

Die Neunziger Jahre sind vorbei


Das Mütze Katze DJ Team vor 6.000 Groupies from Nils on Vimeo.
Meiner Meinung nach, sieht man hier ganz schön, warum man retrospektiv die neunziger Jahre gut findet. Man wird einfach nur noch mit den sogenannten Kultlieder konfrontiert. Der ganze richtigen Trash, den man schon immer nicht mochte, wird einfach ausgeblendet.
In ein paar Jahren wird es bestimmt schon die ersten 2000er Parties geben und obwohl man momentan noch über den vielen Schrott den es gab jammert, wird man sie vermutlich gut finden. Weil man ja doch auch irgendwie dabei war.
Deshalb jetzt auch noch mein Top Neunziger Lied: 2 Unlimited - No Limit

(via Gilly's Playground)


Donnerstag, Mai 05, 2011

Beatles 3000


Schöne Doku von in 1000 Jahren über die Beatles. Durch "ein wenig" Übertreibung wird das Problem mit Musikdokus gezeigt. Wie es damals wirklich war, wissen nur die, die wirklich dabei waren. Und meistens vermutlich selbst die nicht.

(via Nerdcore)

Filter Bubble Trouble


Ein TED Talk von Eli Pariser über das Problem mit so genannten Filter Bubbles. Webseiten filtern Nachrichten, je nach dem, wie man vorher mit ihnen agiert hat. Wer bei google oft nach Reisezielen sucht, bekommt auch zu Ägypten Reiseziele vorgeschlagen, auch wenn dort gerade Revolution ist. (Vergleiche auch: Die ganze Welt ist meiner Meinung.)

Auf die Musikwelt übertragen. Amazon merkt, dass ich mich für Funk Musik interessiere, also schlägt es mir ähnliche Platten vor. Bei Last.fm, lasse ich mir, auf Basis meiner gehörten Lieder, Ähnliche vorschlagen. Gleiches gilt für youtube. (Ja, youtube ist eine Musikplattform.)

Klingt irgendwie logisch, dass ich so in eine Sackgasse rein laufe, da mir irgendwann immer das Selbe angeboten wird. Interessiere ich mich für Rock, wird mir kein Algorithmus Hip Hop oder House vorlegen.

Der Mensch tendiert allerdings scheinbar dazu, sich solche Bubbles zu schaffen. Neulich war ich im Zeitschriftenladen. Was habe ich mir gekauft. Nicht etwa das Magazin über Elektro, auch nicht das Hip Hop Magazin sollte es sein. Nein, die altbekannte Visions.

Auf der Suche, nach Plattenläden in Frankfurt, wurde mir ein Laden empfohlen. Nach kurzem Überfliegen der Auslage wurde mir schnell klar: Hier findest du nicht das, was du suchst. Also bin ich weiter gezogen.

Jemand, der sich selbst als Rock Fan bezeichnet, wird in keine House Clubs oder zu Hip Hop Veranstaltungen gehen. Die einzig Wahren sind die, die Fett mit Rock werben.

Man manövriert sich also irgendwie selbst in seine kleine Bubble hinein. Natürlich, der Unterschied ist, dass man es irgendwie noch selbst in der Hand hat aus der Bubble auszubrechen, da man mit den Alternativen konfrontiert wird. Man selbst ist also der Gatekeeper, wie es im Video genannt wird. Allerdings ein sehr mächtiger!

(via Nerdcore)

(Achtung: Dies sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern Erklärungsversuche eines alterndem Musik-Nerds(30), der Versucht sich konservative Weltsichten bezüglich Musik seiner Altersgenossen zu erklären.)

Montag, Mai 02, 2011

Wer sind die Beatles?


Straßenbefragung zum Thema Wer sind die Beatles. Der Ersteller wundert sich darüber, dass Leute die Beatles nicht mehr kennen, mögen oder „noch schlimmer“ sich noch nie mit ihnen beschäftigt haben. Das ganze endet mit der Einblendung „I Hate Young People“. Klar, wer die Beatles nicht kennt hat eh keine Ahnung von Musik.
Deshalb jetzt meine Meinung zu den Beatles: Die Beatles waren zu ihrer Zeit wichtig, da sie Blues und Soul Musik an den Englischen/Europäischen Geschmack angepasst haben. Viel mehr haben sie aber am Anfang ihrer Karriere nicht gemacht. (Link: Coverversionen & Zitate der Beatles)
Zwar haben die Beatles eine Zeit lang viel rumexperimentiert, sind dabei aber dem Pop doch immer sehr Nahe geblieben. Deshalb mögen mehr Leute die Beatles als Beispielsweise Pink Floyd. Letztere haben viel Krassere Sachen gemacht. [1]
Meine kurze Antwort auf die Frage „Wer sind die Beatles“ lautet also: John & Paul & George & Deine Mudder

Mittwoch, April 27, 2011

Oh Dieser Sound - Vorbestellen

Die am 6. Mai erscheinende Superpunk-Tributeplatte "Oh dieser Sound - Stars spielen Superpunk" kann hier vorbestellt werden. Sie wird so verschickt, dass man sie spätestens am Release-Tag in den Händen hält.

Update 11.05.2011:

Irgendwann konnte man auch irgendwo mal in zwei oder
Hier kann man auch in drei Stücke reinhören. Vergessen wo.

Für diesen Eintrag bekomme ich von niemanden irgendwas. Ich finde man muss das Projekt unterstützen, denn es ist gut.

Montag, April 25, 2011

The Beastie Boys - Fight For Your Right - Revisited



Kurz nach der Premiere des Films im ganzen Internet. Die Beastie Boys aus der Zukunft vordern sich Selbst zu einem "Super Fresh Old School Throw Down Dance Contest From The Future" raus. Und vieles vieles mehr.

Neues Beastie Boys Album erscheint am 29.04.2011.

Trailer bzw erstes Video zu Make Some Noise: hier.
Erster Trailer: hier

(via Nerdcore und dem Rest vom Internet)

Donnerstag, April 21, 2011

Lester Bangs' Basement


Bild: Frank Gossner (Voodoofunk.com) gräbt nach Scheiben in Nigeria

Neulich einen Artikel über Lester Bangs' Basement gelesen [1]. Das ist ein Traum des Herr Lester Bangs nach einem Keller, mit jedem Album, das jemals erschienen ist. Da das Internet auf dem besten Weg ist, so etwas zu werden, werden die Konsequenzen davon besprochen:
Rare Musik wird es in Zukunft nicht mehr geben, da alles einen Mausklick entfernt liegt. Jetzt schon können man sich einstmalig rare Stücke einfach runterladen. Vorrangig von Piraten-Seiten. Zwar steht am Ende, dass er die Entwicklung nicht als schlecht sieht, ein gewisser nostalgischer Unterton ist aber natürlich zu erkennen.

Ich glaube aber, dass seine Definition von Rare nicht ganz stimmt. Die Sachen, die er nennt, sind nämlich allesamt Sachen, die eine große Fanbasis haben. Zwar gab es von vielen Stones-, Beatles- und Bob Dylan-Sachen keine offiziellen Veröffentlichungen. Aber die genannten Künstler sind ja schon im Blickpunkt des Interesses.

Rare Musik definiert sich für mich ehr darüber, dass sie eben in Vergessenheit geraten ist. Weil sie eben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keiner hören wollte. Sprich, was bringt mir Lester Bangs' Basement, wenn ich nicht weiß was in ihm drin ist. Klar, zu dem Zeitpunkt, an dem das Stück an popkultureller Relevanz gewinnt, ist das Stück schnell im Internet verfügbar.

Das passierte ähnlich aber schon immer. Nach Bachs Tod gerieten seine Werke jahrzehntelang in Vergessenheit und wurden kaum noch öffentlich aufgeführt.[2] Die Northern Soul und Rare Groove Szene[3] gräbt ständig alten Kram aus. Sobald die Plattenfirmen von einem neuen Trendstück mitbekommen, werden Re-Issues veröffentlicht. Auch hier ist klar, dass die Piratennetzwerke das natürlich früher machen, weil sie kein wirtschaftliches Interesse haben. Northern Soul DJs haben eine Zeit lang sogar Plattenlabels überklebt, damit sie länger als einziger ihre raren Scheiben spielen konnten. Im Artikel werden auch Sachen erwähnt, die es zwar nicht als CD gibt, aber im iTunes Store. Aber wenn es iTunes nicht gäbe, würden die Sachen, meiner Meinung nach, natürlich traditionell veröffentlicht.

Fazit: Rare Sachen wird es immer geben und im Internet werden sich sicherlich auch dusty corners etablieren. Orte, die einfach keinen interessieren, bis sie eben von einer Szene entdeckt werden. Wenn diese Orte dann entdeckt sind, wird das wiederentdecken natürlich extrem beschleunigt. Die Wissensbasis alleine langt nicht. Das kulturelle Gedächtnis lebt davon, dass sich die Leute gegenseitig an die Sachen erinnern.

Zitate, Quellen und Links:
[1] What it means to have all music instantly available.
[2] Wikipedia: Johann Sebastian Bach
[3] Wikipedia: Rare Groove und Northern Soul

(via Boing Boing)

Montag, April 18, 2011

Art cannot be criticized

Neulich in den Kommentaren stand: Wobei ich auch oft Musik höre, bei der ich mir denke: Das gabs genau so schon tausend mal, und das auch noch besser. [Hugensius]

Eigentlich ein Wiederspruch, denn:

Samstag, April 16, 2011

YouTube Copyright School



Youtube und die Happy Tree Friends erklären was man alles auf Youtube machen darf und vor allem was nicht. Wenn ich mir das anschaue, denke ich nur: "Das kann so alles nicht Richtig sein". Besonders "Original Conent is what makes YouTube interesting":

Bild: Honest Logos by Victor Herz


(via Nerdcore)

Montag, April 11, 2011

Motivation

Nachdem ich jetzt schon ein paar Einträge über Wahrnehmung von Musik geschrieben habe, ein paar Worte zur Motivation. In letzter Zeit höre ich vermehrt Kommentare wie: „Die Qualität der Musik wird schlechter.“ Begründung: „Es liegt daran, dass Musik nicht mehr von Künstlern sondern von Produzenten gemacht wird.“ Oder: „Es müsste mal wieder was richtig Neues kommen. Es ist ja alles irgendwie immer das Selbe.“
Beide Aussagen zielen tendenziell in die Selbe Richtung. Die Musik wird immer stärker durchproduziert, dadurch entsteht der Wunsch nach etwas Neuem. Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, allerdings liegt der Knackpunkt in der Formulierung „Die Musik“. Meiner Meinung nach gilt die Aussage nämlich nur für „Die Musik, die man hört. Die Musik, mit der man täglich konfrontiert wird.“ Meine Theorie lautet: Die durchschnittliche Qualität der Musik bleibt immer gleich, es ändert sich nur die Art wie man sie wahrnimmt.
Irgendwann hat man sich mal für eine Musikrichtung entschieden, ist mit ihr Groß geworden. Man hat sich Rituale angeeignet die zu ihr passen. Die Quellen mit denen man sich über Neuigkeiten in der Musikwelt informiert bleiben dabei jedoch die gleichen. Man geht in gewisse Clubs, weil die andern mit so genannten Kindern überlaufen sind. Man ließt, zum Beispiel die Visions, die Intro oder die Plattenempfehlungen vom Spiegel. Und auch in Sachen Web 2.0 wird man sich Quellen suchen, die nicht all zu stark von seinem momentanen Geschmack abweichen. All diese Quellen werden aber von Leuten gemacht die in einer ähnlichen Situation sind, wie man Selbst und einen deshalb auch immer Ähnliches liefern.
Sprich: Es ist nur eine Empfindung, dass alles durchproduziert ist. Die Suche nach etwas Neuem, noch nicht da gewesen, ist vermutlich ehr ein Festhalten an „seiner“ Musik, an dem Vertrauten, ein Unvermögen sich dem Neuen zu öffnen.
In der Arte Doku zu House hat Dimitri from Paris am Ende ein Beispiel: Die Baguette-Qualität in Frankreich hat irgendwann mal rapide abgenommen. Die Leute wollten es nicht mehr. Da haben die Bäcker sich hingesetzt und einfach wieder besseres Brot gemacht. Er hofft, dass in der Musik bald ähnliches passieren wird.
Das mit dem Baguette mag so passiert sein und die Analogie stimmt soweit mit meiner „for every action, there’s a reaction“ Theorie überein, die ich mal kurz angerissen hatte. Ich würde das Beispiel bezogen auf die Musikwelt jedoch folgendermaßen anpassen: Zwar ist die Baguette-Qualität tatsächlich schlechter geworden. Hinzu kommt, dass die Leute irgendwann auch kein Baguette mehr sehen konnten. Sie gehen aber weiterhin zum Bäcker ihres Vertrauens. Was sie aber nicht realisiert haben ist, dass es mittlerweile auch andere, neue Brotsorten gab, welches sie aber nicht kannten und die sie deshalb ablehnten.
Related:
  1. Life is a Remix - Heute: Klassik
  2. Das Erklärt einiges - Beobachtungen zu sogenannten Remix-Kultur.
  3. In the beginning there was Jack
  4. In the Beginning there was Jack - Part 2

Montag, April 04, 2011

Life is a Remix - Heute: Klassik

Am Wochenende waren wir im Sinfoniekonzert. Im Programmheft stand zu Brahms:
Brahms Musik ist durch feste, klare Formen charakterisiert, die oft klassischen Mustern folgen – und dies zu einer Zeit, als viele Komponisten sich von strengen formalen Strukturen lösten, die sie als einengend empfanden.
Schon in einem früheren Konzert ist mir eine ähnliche Passage im Heft aufgefallen, die ich aber leider nicht mehr vorliegen habe. Dort war von den Einflüssen von Ungarischen Tänzen auf Tschaikowskis Werke die Rede. Das ganze passt ja ganz gut zur Everything is a Remix Theorie, mit der ich mich ja gerade beschäftige. Diese besagt, dass alles Neue, Kreative ein Produkt aus altem ist.
In der Pause dann kamen wir auch auf das Thema und die Aussage: Bach war so Innovativ und hat Sachen gemacht, die Teilweise erst 200 Jahre später offiziell erfunden wurden. Das mag jetzt vielleicht auf den ersten Blick als Gegenargument gelten, jedoch hat auch Bach auf dem Alten aufgesetzt. Wie gesagt, ich bin kein Musikwissenschaftler, und erst Recht kein Klassikfachmann und ich hoffe, dass ich mich hier nicht zu weit aus dem Fenster lehne. Es folgen Zitate einer kurzen Bach-Wikipedia-Recherche.
Von Jugend auf studierte Bach die Werke unterschiedlichster Komponisten und lernte aus ihnen durch Hören, Lesen, Abschreiben, Transkribieren, Bearbeiten und Nachahmen der Musik sowie durch die Übernahme von kompositorischen Mitteln, Formen und Gattungen. […] In Bachs vielfältigem Werk treffen sich Einflüsse aus der Musik Mittel-, Nord- und Süddeutschlands bzw. Österreichs sowie Frankreichs und Italiens, wobei sich die regionalen Traditionen gegenseitig beeinflusst haben. [1]
Mit Ausnahme der Oper komponierte Bach Werke in allen zu seiner Zeit verbreiteten musikalischen Gattungen. [2]
So weit die Grobübersicht.
Der Text basiert auf dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums in der Übersetzung Martin Luthers sowie auf Dichtungen von Christian Friedrich Henrici (genannt Picander) und Barthold Heinrich Brockes, dazu kommen die Passionschoräle. [3]
Die Texte der Arien sowie der Chöre in den Sätzen 1, 22 und 39 entstammen weder der Bibel noch überlieferten Kirchenliedern. Ihr Verfasser ist unbekannt und die Bach-Forschung geht davon aus, dass diese frei hinzugedichteten Texte nicht von einem einzigen Librettisten stammen. Insbesondere gibt es keine gesicherten Hinweise darauf, dass Bach selbst ihr Autor wäre. [4]
Gut, das waren jetzt Hauptsächlich Texte. Aber immerhin, die Bibel als starke Inspirations- und Textquelle.
Für die äußere Form der Nummern 1, 2 und 3 diente Bach eine Missa brevis (Kyrie und Gloria in g-Moll) von Johann Hugo von Wilderer (1670-1724) als Vorlage, von der er sich eine Abschrift, wahrscheinlich 1731 in Dresden, angefertigt hatte. [5]
Sein Verfahren der Choralbearbeitung, das auf Vorbilder wie etwa Dietrich Buxtehude zurückgeht, führt zu eher kurzen Einzelsätzen, deren Form durch die Abfolge der Choralzeilen bestimmt wird. [6]
Das nächste ist etwas tricky, da sich Bach hier scheinbar selbst als Vorlage nimmt. Trotzdem ist es in diesem Zusammenhang wichtig: Das Parodieverfahren. Als Parodie wird hier ein Umschreiben vorhandener, weltlicher Werke in ein geistliches Werk verstanden.
Die Musik komponierte Bach nur zum Teil neu. Viele Chöre und Arien entnahm er zuvor entstandenen weltlichen Werken […]Wahrscheinlich hatte Bach bei der Komposition der Vorlagen die künftige Verwendung schon im Blick […] Vorhandene Stücke im Parodieverfahren wieder zu verwenden, war zu Bachs Zeit keine Seltenheit. Dahinter stand die Überzeugung von der Einheit geistlicher und weltlicher Musik. […] Eine wertende Unterscheidung zwischen Original und Bearbeitung war den Komponisten des Barock fremd. In der Sturm-und-Drang-Zeit und der ihr folgenden Romantik wurde das Bild vom künstlerischen Originalgenie herrschend, das in unvermittelter Inspiration das Einmalig-Große schafft. Noch nach der Mitte des 20. Jahrhunderts empfanden führende Musiker die nicht-originäre Entstehungsweise des Weihnachts-Oratoriums als peinlich. [7]
In Everthing is a Remix gibt es noch den Teil: From the sampler to the sampled. Das ganze gibt es auch bei Bach. Zum Beispiel bei der Kunst der Fuge. Das wird jetzt etwas lang, deshalb muss man hier selbst in der Wikipedia nachlesen: Die Kunst der Fuge - Kompositorische_Adaptionen
So damit möchte ich Schließen. Nur um das klarzustellen, es geht mir nicht darum irgendwelche Werke oder die Kreativität von Komponisten zu mindern. Im Gegenteil, die Aussage ist, für einen kreativen Prozess muss man das Vorhandene studieren, imitieren und dadurch erweitern.
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Freitag, April 01, 2011

Talent borrows, Genius steals

Austin Kleon hat eine Paar Weisheiten darüber aufgeschrieben, wie man ein guter Künstler wird:
HOW TO STEAL LIKE AN ARTIST (AND 9 OTHER THINGS NOBODY TOLD ME)
Der Beitrag selbst hat zwar erstmal nichts mit Musik zu tun. Was er dort schreibt, lässt sich aber natürlich auch auf Musik anwenden.

Die wichtigste Aussage: Jede neue Erfindung ist eine Erweiterung von etwas alten. Oder anders: Man kann das Rad nicht immer neu erfinden. Oder noch besser: Das Rad ist auch nicht vom Himmel gefallen.

Die anderen Tipps die er hat, sind auch sehr schön. Fake it 'till you make it. Heisst so viel wie: Wenn du ein Künstler sein willst, sei ein Künstler.

(via Drawn! The Illustration and Cartooning Blog)

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Mittwoch, März 30, 2011

In the Beginning there was Jack - Part 2


So, nach meinem kleinen Ausflug, wie die Entstehung der House-Musik nicht war, hier jetzt wie Arte sich das ganze vorstellt. Welcome To The 80´s -- House-Nation und Acid-Partys

Hi-NRG, Chicago House, Acid House, Italo Disco, Freestyle oder Techno sind allesamt Fortsetzungen von Disco mit neuen Mitteln. Die DJ-Culture wird zur treibenden Kraft der 80er.
[...]
Afrika Bambaataas Vorliebe für Kraftwerk führt dazu, dass ein neues Genre geboren wird: der Electro. [Arte]

Sehr interessant, auch für nicht House-Freund. Bin ja selbst kein Richtiger. Denke ich werde die Tage noch ein wenig davon kommentieren/zitieren.

(via Nerdcore)

Mittwoch, März 23, 2011

In the Beginning there was...


In the beginning there was Jack, and Jack had a groove. So besagt es die Legende der Entstehung der House Musik. Irgendwann hat also mal ein Herr Jack die Housemusik erfunden.
Wo die Geschichte über Jack noch relativ leicht als fiktiv zu erkennen ist, ranken sich um manch andere Gruppen auch Mythen.
Und eben unser Freund Jack (Frankie Knuckles im Warehouse) die House-Musik. Boof Baff Blitz Donner: House.
Auf der Wikipedia-Seite zu House kann man aber sehr schön lesen:
Die musikalischen Ursprünge des House liegen in der Disco-Musik der späten 1970er, […]Schon damals war es üblich, dass die Disco-Maxis Club-Mixes enthielten – das bedeutete im Normalfall, dass ausgedehnte, auf den Rhythmus konzentrierte Instrumentalpassagen vorhanden waren. Knuckles stellte fest, dass gerade diese Rhythmusteile die Gäste in Ekstase versetzten, und begann damit, nur noch sie ineinander zu vermischen und den Rest der Platte wegzulassen.
Sprich, die Übergänge von Disco zu House sind sehr sehr fließend und neben Frankie Knuckles werden vermutlich noch viele weitere Leute diese Entdeckung gemacht haben. Disco und House existierten also eine ganze weile nebeneinander bis jemand überhaupt erst den Namen House dafür verwendet hat.
Ähnliches kann man eigentlich über jede Musikrichtung finden. Trotzdem scheint man das Bedürfnis zu haben jeder Musikrichtung einen Erfinder zuzuweisen.
(Achtung: Dies sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern Erklärungsversuche eines alterndem Musik-Nerds(30), der Versucht sich konservative Weltsichten bezüglich Musik seiner Altersgenossen zu erklären.)
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Montag, März 14, 2011

Why is Vinyl special to you?!

Leute auf einer Plattenmesse erklären, warum Vinyl wichtig für sie ist.


Why is vinyl special to you? from Dave Allen on Vimeo.

Mit den meisten Meinungen gehe ich konform: Ritualisierung, Bewuster hören, die Freude wenn man eine Platte bekommt, Crate Digging. Das mit dem wärmeren Sound finde ich persönlich nicht. Diese Meinung steht aber auch nicht so im Vordergrund.
Schönes Video.

(via Kotzendes Einhorn)

Mittwoch, März 09, 2011

Superpunk Tribute

Am 6. Mai erscheint ein Superpunk Tribute Album. Ich muss gestehen, dass mir die meisten Interpreten jetzt nicht so wirklich viel sagen. Das ganze klingt aber auf jeden Fall interessant.

Und... Jasmin Wagner!

Die Trackliste kann man zum Beispiel bei visions.de einsehen.

Dienstag, März 08, 2011

Donnerstag, Februar 03, 2011

Das erklärt Einiges

Vor kurzem ist Teil Zwei der Reihe Everything is a Remix erschienen. Da es im ersten Teil, aber ehr um Musik geht, möchte ich mich erstmal damit beschäftigen. Da es in diversen Blogs bereits auftauchte und mich das Thema auch vorher schon beschäftigte, muss ich jetzt meinen Teil dazu mixen. Hier aber erstmal besagtes Video:




Kernaussage: Die Angst, das nichts mehr neues Erschaffen wird, da jeder nur noch vorhandene Sachen remixt, ist unbegründet. Es wurde schon immer geremixed. So haben, zum Beispiel Led Zeppelin 1968 einfach Blues-Lieder etwas härter gespielt. Teilweise ohne die Künstler entsprechend zu crediten. Das passt ganz gut zur "Moderne Musikarten sind Variationen von Blues"-Theorie (hier zum Beispiel von Fred aufgeschrieben).

Jetzt bleibt aber die Frage: Warum empfindet man die sogenannte Remix-Kultur als etwas bedrohliches? a) War vermutlich auch schon immer so. Im Video wird ja erwähnt, das Led Zeppelin als Sell-Outs bezeichnet wurden. b) In einer Zeit, in der Alles, innerhalb von Sekunden, zum Internet-Meme werden kann, ist das Remixen viel direkter zu erkennen. Und am wichtigsten vermutlich:

c) Man wird älter. Somit erkennt man auch viel öfter das Zitierte. Man hat sich innerhalb der Jahre seinen Musikgeschmack aufgebaut. Damals kannte man die Originale nicht, bzw. sie waren einem Egal. Oft verbindet man vielleicht sogar mit einem Lied eine besonders schöne Erinnerung. Und dann kommt jemand und nimmt sich das Recht raus, dieses Lied zu "verbessern". Ein wenig "Bumm Bumm" drunter zu legen, bisschen Rap, bisschen Autotune... (bewusst negative Darstellung)

Die Frage ist, wie löst man jetzt diesen Konflikt. Feel free to Remix.

Sonntag, Januar 02, 2011

for every action, there's a reaction

Wo wir gerade bei Mashups sind. Das folgende find ich gut, weil man sehr schön Aktion und Reaktion einer musikalischen Entwicklung sehen kann.



(via Nerdcore)