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Dienstag, Juli 14, 2015

#MyFirstMP3 - Nobody remembers their first download

 Jetzt hab ich hier tatsächlich schon länger nichts mehr reingeschrieben. Warum ich heute wieder was schreibe? Weil Anlässlich des 20 jährigen MP3 Jubiläums der Jan Böhmermann versucht einen Hashtag #myFirstMp3 zu starten. Und das ist ein Thema was mich schon etwas länger beschäftigt. Es gibt nämlich diese blöden "Nobody remebers their first download"-Bilder und ich glaube einfach, dass das Kappes ist, obwohl ich mich selbst tatsächlich nicht an meinen ersten Download erinnern kann.

Musik war mir schon immer wichtig. Meine Familie und ich haben früher immer zusammen Ronny's Popshow geguckt. Da war ich höchstens Drei (abgeschätzt an Anekdoten zu Liedern die dort liefern). Später dann kam MTV, da gab es so eine Call-In Sendung, wo es immer eine Top 5 gab. Und aufgrund dieser Sendung habe ich dann beschlossen, dass ich jetzt die Mr Big-Kasette brauche. Da war ich dementsprechend Elf. An die kann ich mich sehr gut erinnern, an meine erste CD dann schon nicht mehr und als wir dann Jahre später Napster kam, habe ich das natürlich auch verwendet, kann mich aber nicht mehr dran erinnern, was ich da als erstes eingeben habe. Ein wiederspruch? Nein! Zu der Zeit hatte ich einfach schon eine recht große CD-Sammlung und auch entsprechend viele Alben/Titel die ich gerne gehabt hätte. Was als nächstes kam, war mir einfach nicht besonders wichtig, entsprechend habe ich es mir auch nicht mehr gemerkt.

Und da liegt der Denkfehler. Ich denke, für jemanden der noch nie vorher Musik "besessen" hat, ist es natürlich der erste Downloas ein erinnerungswerter Moment, genauso wie die erste Kasette, die erste CD, die erste Schallplatte früher. Hierzu müsste man aber natürlich mal eine Studie durchführen. Zur Zeit posten Leute zu oben genannten Hashtag aber recht fleißig ihrer ersten Downloads.

Das gab es hier auch mal:

Mittwoch, April 16, 2014

Bist du ein Musik-Snob (und wenn ja, wie viel)

Bildquelle: Chibird
Gestern bin ich über eine Buzzfeed-Checkliste "How much of a Music Snob are You" gestolpert und hatte 27 der 100 Punkte angekreuzt. Das macht mich also zu einem "Major Music Nerd", meine Freunde halten mich für einen Experten, aber es gibt Grenzen, die ich nicht überschreite. Soweit also zur Buzzfeed-Analyse. Jetzt wollte ich mal noch ein paar Punkte besprechen und erklären, wie ich so zum Musik-Snobismus stehe.

Corrected someone for getting a minor fact about an artist wrong? Aber hallo, bin immerhin ein Klugscheißer, würde aber niemanden "runtermachen" deswegen.

Been annoyed when everyone starts liking something you liked a year ago? Der Klassiker: Fand ich schon vor allen anderen gut. Das ist so ein bisschen das Los des Music-Nerds. Auf der einen Seite möchte er die Leute zu gutem Geschmack (komm ich später drauf) erziehen, auf der anderen Seite, will er aber auch Individualis bleiben.

Forced someone to listen to something obscure because you wanted to “educate” them? Natürlich schonmal gemacht, siehe vorherige Frage ;)

Been dismissive of someone buying a greatest hits album? Greatest Hits-Alben sind Evil, wie jeder weiß. Habe aber sogar schonmal welche verschenkt.

Loaded your phone with new songs before a party, just in case? Früher (tm) hab ich ganze CDs gebrannt um die auf Partys mitzunehmen....

Been annoyed at someone DJing from an iPod? Real DJs use Vinyl. Über das Thema veränderte "Musikuntermalung" auf Partys kann man ganze Bücher schreiben.

Made a point of telling people that you preferred an artist’s earlier work? Die alten Sachen fand ich ja ganz gut, die neuen nicht.

Said “there’s nothing good on the radio”? Aber hallo.

Acquired a copy of every single thing a band has ever released? (EVERTHING.) Das ist tatächlich was, was mir neulich mal aufgefallen ist. Ich sammel zwar gerne Platten, aber ich hab von keinem Künstler irgendwie die ganze Diskografie. 

Ordered from indie mail order catalogs? Seit dem Amazon das Autorip-Feature hat, kauf ich wieder öfter dort, aber wenn es mal etwas dort nicht gibt, was ich unbedingt brauche, hol ich es mir eben dort, wo ich es her bekomme.

Actually worried about the quality of your home stereo? Nö, meine Anlage ist ziemlicher Quatsch (ok also "sorge" ich mich doch drum)

Been actually ANGRY about the “loudness war”? Ich glaube das hab ich angecklickt, obwohl ANGRY (all CAPS) es nicht ganz trifft. google loudness war!

Bought a turntable and vinyl records after 1990? RLY? Machen Leute diesen Test, die das nicht gemacht haben.

Bought a record you know you might not actually listen to? Ich kaufe gelegentlich Platten, weil mir das Cover gefällt, ohne sie im Laden mal angehört zu haben. Es kann passieren, dass ich die dann nur einmal anhöre.

Spent more than $20 on a record? $20, das ist doch nix, oder? Bei $50 war dann aber Schluß.

Accused an artist of “selling out”? Naja gut, das hab ich wohl auch schon mal gemacht.

Bought a Soul Jazz Records compilation? Auf jeden.

Shamed someone for wearing a band’s t-shirt at the band’s concert? Ehr aus Spaß, aber ja.

Bought a T-shirt at a show and wore it the next day? Natürlich...

So jetzt bin ich eigentlich noch gar nicht auf den eigentlich Punkt gekommen, weshalb ich auch das Bild oben noch rausgekramt habe. Irgendwie bin ich zwar ein Music-Snob, auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass es tatsächlich keinen falschen oder richtigen Musikgeschmack gibt und das man Leute nicht danach beurteilen sollte. So die Theorie. Irgendwo tief innen denk ich mir dann aber doch "och nö", wenn jemand irgendeinen "Quatsch" auf Facebook liked, oder denke mir "Es ist 2014 und du hörst ernsthaft noch solche Musik". Wie's eben so ist, gelegentlich wäre man doch gerne ein "besserer Mensch" als man ist.

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Freitag, November 15, 2013

Das Mixtape



Hallo Kinder, heute erklären wir (in diesem Falle der Herr Buzzfeed) euch, was ein Mixtape mal war und was es bedeutete eins herzustellen. Angeblich soll die Kassette ja auch wieder am kommen sein. Die Vor- und Nachteile dürften ähnlich sein, wie bei einer Schallplatte. Allerdings sind Kassetten nicht sonderlich langlebig und Störungsanfälliger. Aber für letzteres gibt es ja den berühmten Bleistift.

(via gefaelltmir)

Dazu passt auch:

Donnerstag, November 07, 2013

Immer das gleiche Bum Bum - Rolling Stone-Edition



Der Rolling Stone schießt gegen elektronische Musik und ihre DJs. Dabei übersieht er, dass das seine Eltern über die Rock-Musik auch gesagt haben. Mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

(via Schlecky Silberstein)

Mehr Kulturpessimismus:

Mittwoch, Oktober 10, 2012

Archie in der "Zukunft"

Archie reiste 1972 in die Zukunft (angeblich) nach 2012 und stellte dort fest, dass keiner mehr ein Instrument spielt, die Sounds aus dem Computer kommen und Niemand mehr wirklich groovt. Die Sorgen und Ängste 1972, als schon kräftig mit elektronischer Musik rumexperimentiert wurde, waren also so ziemlich die gleichen wie heute. Wobei man natürlich sagen muss, dass es eine Verschiebung gab vom aktiv Musizieren hin zum Musikkonsumieren, die aber schon früher war und hier glaube ich nicht gemeint ist. Aber so funktioniert Kulurpessimismus, das Jetzt ist immer das Ideal das es vor dem neuen zu beschützen gilt, egal aus was es sich entwickelt hat bzw was vorher war. Schade aber, dass es diese schicken Outfits (noch) nicht gibt.

(via Boing Boing)

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Donnerstag, März 15, 2012

Pete Frame's Rock Family Trees

Pete Frame scheint sich sehr für die Geschichte der Rockmusik zu interessieren und hält seine Erkenntnisse in Rock Family Trees fest. Leider sagen mir die meisten der über 2000 Künstler und Gruppen in den 140 Trees nicht wirklich etwas, das Projekt ist aber echt super. Die Homepage dient aber leider, aber auch verständlicherweise nur als Teaser für seine Bücher und Poster, die man sich wohl kaufen muss, wenn man wirklich was erkennen möchte. Dafür sind da aber scheinbar noch mehr Trees drin.

Hier noch eine Liste von Postern, die mir spontan ins Auge gesprungen sind:
(via Boing Boing)
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Dienstag, Februar 28, 2012

Hip Hop Family Tree - Brain Rot Webcomic

Auf boing boing wird gerade ein semi-regular ongoing Webcomic namens Hip Hop Family Tree von Ed Piskor, über die Entstehungsgeschichte und die Zusammenhänge im Hip Hop, veröffentlicht.
Leider kenne ich mich zu wenig aus, um sagen zu können, wie authentisch das ist, dabei war ich leider auch nicht. Ich denke aber, es zeigt doch ganz schön, was damals abgegangen sein könnte und vorallem wie viele Leute daran beteiligt waren. Und die gezeigten sind ja wieder nur die bekannten.

DJ Kool Herc Spawns A New Culture
The Blackout of 1977
Kool Herc Is Out, Grandmaster Flash Is In
The Brothers Disco and The Mighty Mighty Sasquatch
The Origin Of "Hip Hop", And A Tale From Hollis, Queens
Early Hip Hop Entrepreneurs
The Nightclub Circuit, and the Funky 4 MC's
Bull99 Becomes Fred Fab 5

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Montag, Februar 06, 2012

Immer das gleiche Bum Bum

Man ist ja mittlerweile in einem Alter, in dem man die heutigen Musiktrends nicht immer so ganz verstehen mag. Bevor man allerdings hingeht und seinen Mißmut darüber äußert, sollte man sich an dieses Bild erinnern und natürlich wieder and das schöne Zitat von Dieter Nuhr: Das ist doch für mich immer das gleiche Bum Bum. Das schlimme ist, das haben meine Eltern auch gesagt.

Das Bild ist vermutlich aus einem Archies-Comic. Mehr weiß ich aber nicht drüber. (Kleiner Nachtrag: Es sind Betty und Veronica)

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Dienstag, Oktober 04, 2011

Flo Mega, der Bundesvision Song Contest und der Mainstream


Flo Mega - 6.000.000 € Arsch (Official Video) from Flo Mega on Vimeo.

Neulich bin ich über Flo Mega gestolpert. Da dieser in seinem Video eine Miami Dolphins-Jacke trug, erinnerte ich mich daran, dass ich den schon mal in Saarbrücken live bei Sektor Heimat gesehen hatte. Solche Markenzeichen zahlen sich also aus. Ich habe dann gesehen, dass er ein Album (zu der Zeit) raus bringen wird und liebäugelte mit dem Gedanken, es mir zuzulegen. Doch dann stolperte ich über sein neues Video zu "Zurück", eine ziemlich seichte Nummer, mit der er auch noch beim Bundesvision Song Contest antrat. Bevor ich meine Gedanken dazu richtig vormulieren konnte, kamen mir leider Johnny Häusler (Spreeblick) und



Was ist also mein Rat? Wenn euch die Entwicklung der Rockmusik nicht passt, sucht euch andere Musik anstatt „eurer“ Musik hinterher zutrauern.Vermutlich werde ich mir die Flo Mega Platte aber wohl doch kaufen ;-)

(Flo Mega via hier und da)

Montag, September 12, 2011

Soul Train - 1973 called

Aufgrund obiger Szenen aus der wunderschönen Sendung Soul Train ließen sich wohl reddit user zu folgendem Kommentar verleiten:
"1973 called, laughed at us, and said that we don’t have a damn clue how to dance anymore" 

Das Schlimme ist, das haben deren Eltern auch gesagt.[1]

Mehr Soul Train gibt es auf dem Soul Train Youtube Channel

(via Gilly's Playground)

[1] Angepasstes Zitat von Dieter Nuhr. Original: "Das Schlimme ist, das haben meine Eltern auch gesagt". Nachdem der gerade 30 gewordene Dieter feststellt, dass die heutige Musik für ihn doch immer das gleiche Bumm Bumm ist.

Donnerstag, Mai 12, 2011

Breakin N Enterin


Little Dominos - Breakin n EnterinWer nach dem Video Lust hat, mehr über die Anfäge von Breakdance, Popping und Locking zu erfahren, kann das entweder en Block, dafür mit komischem deutschem Sprecher, als Breakdance Gang tun, oder ohne den Sprecher, dafür in Teilen, als Breakin N Enterin. Das ganze ist ne Doku von 1983. Es ist also viel näher dran als irgendwelchen neuen Dokus.

Was ich gerade an dem Little Dominos Video so cool finde, ist dass es, gerade wegen den Fehlern die sie machen, so echt wirkt. Die Breakdance Crews, die man Heute so sieht, sind alle so perfekt und die Moves total ausgefeilt. Da wirkt das einfach wieder frischer.

(via Kraftfuttermischwerk)

Samstag, Mai 07, 2011

Die Neunziger Jahre sind vorbei


Das Mütze Katze DJ Team vor 6.000 Groupies from Nils on Vimeo.
Meiner Meinung nach, sieht man hier ganz schön, warum man retrospektiv die neunziger Jahre gut findet. Man wird einfach nur noch mit den sogenannten Kultlieder konfrontiert. Der ganze richtigen Trash, den man schon immer nicht mochte, wird einfach ausgeblendet.
In ein paar Jahren wird es bestimmt schon die ersten 2000er Parties geben und obwohl man momentan noch über den vielen Schrott den es gab jammert, wird man sie vermutlich gut finden. Weil man ja doch auch irgendwie dabei war.
Deshalb jetzt auch noch mein Top Neunziger Lied: 2 Unlimited - No Limit

(via Gilly's Playground)


Donnerstag, Mai 05, 2011

Beatles 3000


Schöne Doku von in 1000 Jahren über die Beatles. Durch "ein wenig" Übertreibung wird das Problem mit Musikdokus gezeigt. Wie es damals wirklich war, wissen nur die, die wirklich dabei waren. Und meistens vermutlich selbst die nicht.

(via Nerdcore)

Montag, Mai 02, 2011

Wer sind die Beatles?


Straßenbefragung zum Thema Wer sind die Beatles. Der Ersteller wundert sich darüber, dass Leute die Beatles nicht mehr kennen, mögen oder „noch schlimmer“ sich noch nie mit ihnen beschäftigt haben. Das ganze endet mit der Einblendung „I Hate Young People“. Klar, wer die Beatles nicht kennt hat eh keine Ahnung von Musik.
Deshalb jetzt meine Meinung zu den Beatles: Die Beatles waren zu ihrer Zeit wichtig, da sie Blues und Soul Musik an den Englischen/Europäischen Geschmack angepasst haben. Viel mehr haben sie aber am Anfang ihrer Karriere nicht gemacht. (Link: Coverversionen & Zitate der Beatles)
Zwar haben die Beatles eine Zeit lang viel rumexperimentiert, sind dabei aber dem Pop doch immer sehr Nahe geblieben. Deshalb mögen mehr Leute die Beatles als Beispielsweise Pink Floyd. Letztere haben viel Krassere Sachen gemacht. [1]
Meine kurze Antwort auf die Frage „Wer sind die Beatles“ lautet also: John & Paul & George & Deine Mudder

Montag, April 11, 2011

Motivation

Nachdem ich jetzt schon ein paar Einträge über Wahrnehmung von Musik geschrieben habe, ein paar Worte zur Motivation. In letzter Zeit höre ich vermehrt Kommentare wie: „Die Qualität der Musik wird schlechter.“ Begründung: „Es liegt daran, dass Musik nicht mehr von Künstlern sondern von Produzenten gemacht wird.“ Oder: „Es müsste mal wieder was richtig Neues kommen. Es ist ja alles irgendwie immer das Selbe.“
Beide Aussagen zielen tendenziell in die Selbe Richtung. Die Musik wird immer stärker durchproduziert, dadurch entsteht der Wunsch nach etwas Neuem. Das mag bis zu einem gewissen Grad stimmen, allerdings liegt der Knackpunkt in der Formulierung „Die Musik“. Meiner Meinung nach gilt die Aussage nämlich nur für „Die Musik, die man hört. Die Musik, mit der man täglich konfrontiert wird.“ Meine Theorie lautet: Die durchschnittliche Qualität der Musik bleibt immer gleich, es ändert sich nur die Art wie man sie wahrnimmt.
Irgendwann hat man sich mal für eine Musikrichtung entschieden, ist mit ihr Groß geworden. Man hat sich Rituale angeeignet die zu ihr passen. Die Quellen mit denen man sich über Neuigkeiten in der Musikwelt informiert bleiben dabei jedoch die gleichen. Man geht in gewisse Clubs, weil die andern mit so genannten Kindern überlaufen sind. Man ließt, zum Beispiel die Visions, die Intro oder die Plattenempfehlungen vom Spiegel. Und auch in Sachen Web 2.0 wird man sich Quellen suchen, die nicht all zu stark von seinem momentanen Geschmack abweichen. All diese Quellen werden aber von Leuten gemacht die in einer ähnlichen Situation sind, wie man Selbst und einen deshalb auch immer Ähnliches liefern.
Sprich: Es ist nur eine Empfindung, dass alles durchproduziert ist. Die Suche nach etwas Neuem, noch nicht da gewesen, ist vermutlich ehr ein Festhalten an „seiner“ Musik, an dem Vertrauten, ein Unvermögen sich dem Neuen zu öffnen.
In der Arte Doku zu House hat Dimitri from Paris am Ende ein Beispiel: Die Baguette-Qualität in Frankreich hat irgendwann mal rapide abgenommen. Die Leute wollten es nicht mehr. Da haben die Bäcker sich hingesetzt und einfach wieder besseres Brot gemacht. Er hofft, dass in der Musik bald ähnliches passieren wird.
Das mit dem Baguette mag so passiert sein und die Analogie stimmt soweit mit meiner „for every action, there’s a reaction“ Theorie überein, die ich mal kurz angerissen hatte. Ich würde das Beispiel bezogen auf die Musikwelt jedoch folgendermaßen anpassen: Zwar ist die Baguette-Qualität tatsächlich schlechter geworden. Hinzu kommt, dass die Leute irgendwann auch kein Baguette mehr sehen konnten. Sie gehen aber weiterhin zum Bäcker ihres Vertrauens. Was sie aber nicht realisiert haben ist, dass es mittlerweile auch andere, neue Brotsorten gab, welches sie aber nicht kannten und die sie deshalb ablehnten.
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  1. Life is a Remix - Heute: Klassik
  2. Das Erklärt einiges - Beobachtungen zu sogenannten Remix-Kultur.
  3. In the beginning there was Jack
  4. In the Beginning there was Jack - Part 2

Mittwoch, März 23, 2011

In the Beginning there was...


In the beginning there was Jack, and Jack had a groove. So besagt es die Legende der Entstehung der House Musik. Irgendwann hat also mal ein Herr Jack die Housemusik erfunden.
Wo die Geschichte über Jack noch relativ leicht als fiktiv zu erkennen ist, ranken sich um manch andere Gruppen auch Mythen.
Und eben unser Freund Jack (Frankie Knuckles im Warehouse) die House-Musik. Boof Baff Blitz Donner: House.
Auf der Wikipedia-Seite zu House kann man aber sehr schön lesen:
Die musikalischen Ursprünge des House liegen in der Disco-Musik der späten 1970er, […]Schon damals war es üblich, dass die Disco-Maxis Club-Mixes enthielten – das bedeutete im Normalfall, dass ausgedehnte, auf den Rhythmus konzentrierte Instrumentalpassagen vorhanden waren. Knuckles stellte fest, dass gerade diese Rhythmusteile die Gäste in Ekstase versetzten, und begann damit, nur noch sie ineinander zu vermischen und den Rest der Platte wegzulassen.
Sprich, die Übergänge von Disco zu House sind sehr sehr fließend und neben Frankie Knuckles werden vermutlich noch viele weitere Leute diese Entdeckung gemacht haben. Disco und House existierten also eine ganze weile nebeneinander bis jemand überhaupt erst den Namen House dafür verwendet hat.
Ähnliches kann man eigentlich über jede Musikrichtung finden. Trotzdem scheint man das Bedürfnis zu haben jeder Musikrichtung einen Erfinder zuzuweisen.
(Achtung: Dies sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern Erklärungsversuche eines alterndem Musik-Nerds(30), der Versucht sich konservative Weltsichten bezüglich Musik seiner Altersgenossen zu erklären.)
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