Dienstag, Mai 22, 2012

Die teuersten Schallplatten auf Discogs

Discogs, ursprünglich mal als Plattensammlung-Verwaltungstool gedacht, von mir aber ausschließlich als erste Anlaufstelle für Platten genutz, hat eine Liste der teuersten im März verkauften "Items" veröffentlicht. Die teurste Schallplatte wechselte dabei für 923.83$ den Besitzer.

Das ganze wollen sie jetzt jeden Monat machen und es gibt auch ein Archiev der letzten 2 Jahre, das habe ich aber noch nicht durchgesehen. Weiterhin eine "All times" Liste von 2010. Die teurste Platte kam hierbei auf 4143$. Nicht schlecht.

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Donnerstag, April 26, 2012

The Medium is the Message (Schellack 4 Life)


Hier noch das Follow-Up zur "CD oder Platte"-Frage von Neulich. Die gleichen Aussagen von aktuellen Künstlern? Seht selbst. Unter anderem sind zwei Künstler dabei, die behaupten, der einzig wahre Sound wäre nur auf Schellackplatten zu finden.

(via Kraftfuttermischwerk)

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Roland TR-808: All Hail the Beat


Weil wir es neulich schon vom Roland TR-808 hatten, hier noch eine Minidoku drüber. Witzig vorallem die Sache, dass obwohl es eines der Einflussreichsten Geräte der modernen Musik ist und der Sound von vielen Künstlern verwendet wird, hat kaum einer das Gerät selbst je besessen, benutzt oder gar gesehen.

(via Kraftfuttermischwerk)

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Dienstag, April 24, 2012

MTV: Platte vs. CD


Ich bin ja nicht audiophil genug, um sagen zu können, ob Vinyl jetzt besser, wärmer, whatsoever klingt. In diesem schönen MTV-Beitrag von 1993 beschreiben Künstler jedenfalls, warum sie unzufrieden mit der boomenden CD sind und lieber wieder auf Vinyl veröffentlichen.

(via Kraftfuttermischwerk)

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Dienstag, April 17, 2012

Diese Idee hatte ich auch schon

I Thought of That First! von Doghouse
Im Prinzip stimme ich der Grafik zu, auch wenn ich die Wahrscheinlichkeiten für den "yes you did"-Fall jeweils etwas höher ansetzen würde. Besonders der Aussage, dass man wenn man es gut/besser macht auf jeden Fall Anerkennung erhält auch wenn man nicht der Erste war. Product steht hier übrigens auch für Comic, Lied, Geschichte, Video, Foto, ...

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Montag, April 16, 2012

You can call it what you want to

Bill Summers & Summerheat - You can call it what you want

Hier ist mein Beitrag zu "Ist Skrillex Dubstep; Was ist Dubstep"-Debatte, die ich zugegeben eigentlich nicht aktiv verfolge. Es ist kein Skrillex, kein Dubstep und die Problemstellung im Lied ist eigentlich auch andersherrum, aber die Aussage ist gut: "The music that we play has no name call it whatever you want". Solange es euch zum Tanzen bringt, nennt es doch wie ihr wollt.

Funfact am Rand: Der Beat hieß eine Platte vorher noch "the box".

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Leider bis jetzt nichts wirkliches. Schau dich doch einfach so ein bisschen hier um.

Dienstag, April 03, 2012

Die Schlimmsten Plattencover Aller Zeiten

In regelmäßigen Abständen tauchen in diesem Internet Listen mit den angeblich schlimmsten Plattencovern aller Zeiten auf. So zum Beispiel dieses neue Beispiel. Oft gibt es da natürlich Überschneidungen und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich eh streiten. Warum es jetzt aber ausgerechnet Johnny Guitar Watsons - A real Mother getroffen hat entsagt mir jeglicher Logik. Spitzen-Cover, Spitzen-Platte!

Ein weiterer Kandidat der gerne mal genommen wird ist Devestatin Dave the Turntable Slave - Zip Zap Rap. Da sagt doch das Cover wirklich hier ist gute Musik drauf. Was, das glaubt ihr nicht? Hier ist der Beweis.  

Gerne genommen wird auch Sour Cream and other Delights oder Spaghetti Sauce and other Delights. Um das zu verstehen muss man allerdings wohl Whipped Cream and other Delights kennen und es gibt noch eine ganze Stange Varianten davon. Ein Plattencover-Meme, wenn man so will.

(via We Like That)

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Donnerstag, März 22, 2012

Plattenläden stellen sich vor


Fine Grooves from I Am Los Angeles on Vimeo.

Cosmos Records from StudioFeed on Vimeo.
Bleiben wir heute mal bei Plattenläden. Das scheint eine Art Trend zu sein, Videos über Plattenläden (Läden im Allgemeinen?) und deren Besitzer zu drehen. Das erste Video ist auch ganz interessant, da dort auch Szenen aus der Plattenfabrik gezeigt werden.

(via Kraftfuttermischwerk und weiß ich nicht mehr)

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Plattenladen-Verzeichnis-Karte

Eine Karte auf der man Plattenläden eintragen kann. That's all. Vielleicht trage ich die Tage noch ein paar ein, in denen ich schonmal war, wenn ich die noch mal wieder finde. 

(via Interweb 3000)

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Dienstag, März 20, 2012

Roland TR-808 Pattern Poster

Program Your 808: A Guy Called Gerald - Voodoo Ray Pattern
Heute habe ich noch ein schönes Poster-Projekt gefunden. Ein junger Mann namens Rob Ricketts hat Drum-Patterns von vier Elektro-Klassikern für den Roland TR-808  auseinander genommen und auf Poster gedruckt: Program Your 808
Leider muss man sich die Poster wieder kaufen, um alles erkennen zu können. Um die Patterns aber kurz in eine Sequencer-App seines Vertrauens zu tippen, langt es aber allemal.

Um euch das googeln zu ersparen habe ich die vier dazugehörigen Lieder auf YouTube schon mal rausgesucht: Afrika Bambaataa & Soul Sonic Force - Planet Rock, Cybotron - Clear, A Guy Called Gerald - Voodoo Ray, Adonis - No Way Back

(via hier und da)

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Donnerstag, März 15, 2012

Pete Frame's Rock Family Trees

Pete Frame scheint sich sehr für die Geschichte der Rockmusik zu interessieren und hält seine Erkenntnisse in Rock Family Trees fest. Leider sagen mir die meisten der über 2000 Künstler und Gruppen in den 140 Trees nicht wirklich etwas, das Projekt ist aber echt super. Die Homepage dient aber leider, aber auch verständlicherweise nur als Teaser für seine Bücher und Poster, die man sich wohl kaufen muss, wenn man wirklich was erkennen möchte. Dafür sind da aber scheinbar noch mehr Trees drin.

Hier noch eine Liste von Postern, die mir spontan ins Auge gesprungen sind:
(via Boing Boing)
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Montag, März 12, 2012

Plattencover Remixe - Teil 2

Freaky Figures von Christian Marklay
Ich hab nochmal ein paar Plattencove-Remixprojekte gefunden/gesammelt:
Und besonders schön weil aus der Pre-Internet-Ära: Freaky Figures von Christian Marclay (siehe Bild oben)

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Donnerstag, März 08, 2012

Freddy Fische - Wohin kannst Du gehen mit deiner Sehnsucht in der Hand


Und jetzt, zur Entspannung, ein wenig Musik. Das ganze kann man auch als 7'', MCD und MP3 kaufen. Eine 7''-Version ist auf dem Weg zu mir.
Die B-Seite, die mir persönlich einen Tacken besser gefällt, ist übrigens auch in dem Player-Dinger drin. Einfach auf "Forward" drücken, oder das erste Stück komplett anhören, was sicher auch keine schlechte Alternative ist.

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Mittwoch, März 07, 2012

Ein offener Brief an Dieter Nuhr wegen ACTA


Lieber Dieter Nuhr,
wegen dieser ACTA-Geschichte beim Satiregipfel. Ihre Argumentation ist sicherlich schlüssig und richtig. Das „Kostenloskultur“-Argument ist meiner Meinung nach nur etwas zu kurz gegriffen. Darum soll es jetzt aber gar nicht gehen, da haben andere Leute schon bessere Texte zu geschrieben. Ich hab mir allerdings gedacht, Mensch, hab ich mir gedacht, der Dieter Nuhr, das ist doch ein intelligenter Mann, wie kommt der auf so was. Und da ist mir eine Aussage eines Arbeitskollegen von mir eingefallen: Angeblich waren 66% der Kommentare unter den Artikeln bei SPON, Welt.de und Konsorten von der Art „Wo soll ich denn mit ACTA dann die Sachen umsonst her bekommen“. Dieses Bild prägt also scheinbar die Außenwahrnehmung des ACTA-Protests; Die Chaoten aus diesem Internet, wie es so schön heißt. Die vielen differenzierten Argumente werden also scheinbar nur von den Leuten wahrgenommen, die eh schon gegen ACTA sind.

Die andere Sache, über die Sie sich lustig machen „it must be true, i read it on the interwebs“ spielt da natürlich mit rein. Wenn youTube versehentlich und automatisiert ein Video mit Vogelgezwitscher online stellt, der Stern dann mit „Urheberrechtverletzung: YouTube sperrt Video wegenVogelgezwitscher aufmacht“ und nur ganz kurz am Ende darauf eingeht, dass es sich um einen, nicht näher benannten, Fehler handelte, ist doch klar, dass der Leser, der denkt, dass Stern eine seriöse Quelle ist, diese Information „empört“ und ohne weiter Recherche  weitergibt. Hat er immerhin schon immer so gemacht, im kleineren Maßstab natürlich (Stammtisch). Sich dann hinterher hinzustellen und zu sagen „Leute, keiner hat sich Vogelgezwitscher schützen lassen, ihr seit doof“ ist natürlich einfach.

Auf der einen Seite sitzen also die sehr gut organisierten, Seriös wirkenden ACTA-Befürworter, die sich ihre Argumente gut überlegen und veröffentlichen, auf der anderen Seite die Gegner, die unstrukturiert erst mal alles zu Klump hauen. Das ist schlecht, daran muss man arbeiten.

Für diese Einsicht möchte ich mich bei ihnen bedanken. Es wäre schön, wenn Sie, auf der anderen Seite, mal in diesem Internet gucken könnten, ob Sie nicht das ein oder andere gute Anti-ACTA-Argument finden.

Vielen dank für die Aufmerksamkeit
Christian Blass

Dienstag, Februar 28, 2012

Hip Hop Family Tree - Brain Rot Webcomic

Auf boing boing wird gerade ein semi-regular ongoing Webcomic namens Hip Hop Family Tree von Ed Piskor, über die Entstehungsgeschichte und die Zusammenhänge im Hip Hop, veröffentlicht.
Leider kenne ich mich zu wenig aus, um sagen zu können, wie authentisch das ist, dabei war ich leider auch nicht. Ich denke aber, es zeigt doch ganz schön, was damals abgegangen sein könnte und vorallem wie viele Leute daran beteiligt waren. Und die gezeigten sind ja wieder nur die bekannten.

DJ Kool Herc Spawns A New Culture
The Blackout of 1977
Kool Herc Is Out, Grandmaster Flash Is In
The Brothers Disco and The Mighty Mighty Sasquatch
The Origin Of "Hip Hop", And A Tale From Hollis, Queens
Early Hip Hop Entrepreneurs
The Nightclub Circuit, and the Funky 4 MC's
Bull99 Becomes Fred Fab 5

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Montag, Februar 27, 2012

Graffiti Rock - Crazy Fresh Pilot Episode



Ein netter Mensch hat die gesamte Pilot- und einzige Folge von der Number One Show Grafiti Rock auf YouTube gestellt. Einige Szenen daraus kannte ich schon, aber in dieser ganzen Schönheit hatte ich es noch nicht gesehen. Komplett mit Definitionen der neusten Hip Hop Begriffe, einem crazy DJ mit tighten cuts, der Graffiti Rock Hip Hop Bebop Dance Party Crew mit freshen Moves und einem wirklich nicht üblem Staraufgebot.

(via Boing Boing)

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Donnerstag, Februar 23, 2012

Schadet freies Remixen der Industrie



In der Modewelt, um die es im Talk hauptsächlich geht, gibt es kein Copyright und gerade dieser Punkt führt dazu, dass es dort extrem Kreativ zu geht und es der Modebranche sehr gut geht. Überhaupt scheint es Industriezweigen die auf Copyrights (Mode, Comedy, Rezepte, Möbel, Autos, Zauberei) verzichten besser zu gehen als denen, die versuchen sehr Hart gegen Verstöße vorzugehen (Bücher, Musik, Kino). Vielleicht sollte man "denen" das mal sagen. The bottom line is the dollar sign

Der Kunde hat es in der Hand, was er möchte und was nicht. Trends können sich etablieren. Modejunkies müssen dem Trend aber trotzdem einen Schritt voraus sein. Designer müssen kreative Wege finden nicht Kopierbar zu sein.   

Kleine Anekdote: Charlie Parker "hat den Bobop erfunden" weil er dachte, dass Weiße das niemals kopieren werden können.

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Dienstag, Februar 21, 2012

Everything is a Remix - Teil 4


Everything is a Remix Part 4 from Kirby Ferguson on Vimeo.


Der "System Failure" betitelte vierte und letzte Teil der Everything is a Remix Reihe ist raus.

Dieser Systemfehler liegt darin, dass Neues der public domain erst sehr spät zugeführt wird und so ein Aufbauen auf Vorhandenem extrem erschwert wird. Dies ist allerdings ein Grundbaustein der Kreativität, wie schon in den vorherigen Teilen gezeigt wurde. Es wird außerdem darauf eingegangen, dass ein Urheberrecht, abgeleitet von Patenten, durchaus eine gute Idee ist, diese aber, in der momentanen Form des Rechts, oft ad absurdum geführt wird, besonders da Ideen nicht disjunkt sind, was aber den Gesetzen zu Grunde liegt.

Eine weitere interessante These, warum es dazu kommen konnte ist die, dass man das Sich-bei-anderen-Bedienen nicht so sehr wahrnimmt, wie das Weggenommenbekommen (loss aversion). Das bekannteste Beispiel hierfür ist Steve Jobs, der teilweise offen zugegeben hat, Ideen von anderen geklaut zu haben, aber Android den Krieg erklärte, weil es ein gestohlenes Produkt sei. Kopieren ist OK, solange man es (nur) selbst macht.

Ach, was erzähl ich hier groß, am besten anschauen!

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Donnerstag, Februar 16, 2012

Frau Potz lehnt dankend ab



Gestern wurden "auf Spreeblick" die Tracks des Frau Potz Albums "lehnt dankend ab" veröffentlicht. Eine Band die momentan gerade "die Runde" macht, wie man so schön sagt. Die also von vielen Leuten gerade entdeckt wird. Der erste Kommentar unter dem Beitrag ist nicht sehr positiv: "hiiiiilfe, selten so eine scheiße gehört!!!! was soll das denn sein??? turbostaat für arme???" Zugegeben, Turbostaat war auch die erste Band die mir dazu eingefallen ist. Warum das wohl so ist und was uns das über Originalitäts- und Kreativitätsempfinden sagt versuche ich mal hier aufzuschreiben.

Irgendwo, weit ab vom sogenannten Mainstream, entwickelt sich eine Szene. Leute, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben, spielen zusammen Musik, treten miteinander auf, unterstützen und beeinflussen sich gegenseitig. Daraus entsteht dann Etwas, was man wohl Genre nennt, auch wenn das ein bisschen ein verkannter Begriff ist.

Eine dieser Bands, in unserm Beispiel Turbostaat, schafft es nun, außerhalb dieser Szene, vielleicht nicht im Haupt-Mainstream, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen und erfolgreich Platten zu verkaufen. Die anderen Vertreter des Genres bleiben aber weitestgehend unbemerkt. Einige Zeit später steht nun eine zweite Band dieser Szene, Frau Potz, kurz vor dem Durchbruch. Ein kleiner Blick nach oben verrät uns was nun passiert. Turbostaat werden von der Masse als DAS ORIGINAL wahrgenommen und Frau Potz nur als die billige Kopie für Arme. Die anderen Bands der Szene, die vielleicht sogar von Turbostaat "kopiert" wurden, bleiben weiterhin unbemerkt.

Eigentlich hatte ich gestern bei Spreeblick kommentiert: Bestellt. Nuff said. Dabei ist es dann jetzt doch nicht geblieben.

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Mittwoch, Februar 08, 2012

OK GO Needing/Getting (und die Frage nach dem Sinn)


Mit dem neuen OK GO Video kam auf Google+ die Frage nach dem Sinn eines solchen Musikvideos auf. Viele Leute interpretierten die Frage aber irgendwie falsch und sagten, dass ja nicht alles einen Sinn machen muss.

Ich denke, es ging aber viel mehr um die Frage, wo der Sinn ist ein Lied mit einem Auto aufzunehmen, außer eben dem, ein Lied mit einem Auto aufzunehmen. Dieses Lied funktioniert ja nicht außerhalb des Videos. Man kann es nicht im Radio oder im Club spielen und, zumindest nicht in der Form, live aufführen. Für viele Leute ist ein Musikvideo eben eine Art Werbung für ein Lied.

OK GO macht da scheinbar etwas total falsch. Ich kann mich nämlich an viele der Videos sehr gut erinnern, bekomme aber keinen einzigen*) dazugehörigen Song zusammen. Die Sache mit den Hunden, der Rube-Goldberg-Maschine, ein GPS Walk. Das Video ist oft so genial gemacht, dass es den Song einfach in den Schatten stellt. Und hier darf man schon mal nach dem Sinn fragen, oder?

Wahrscheinlich muss man dann einfach irgendwie umdenken. Vielleicht sehen sich OK GO ja vorrangig gar nicht als Band, sondern als Videokünstler. Wie auch immer, das Video ist auf jeden Fall sehenswert, auch wenn ich den Song schon wieder vergessen habe.

*)Höchstens noch das mit den Treadmills, also ihr Durchbruchvideo.