Montag, März 12, 2012

Plattencover Remixe - Teil 2

Freaky Figures von Christian Marklay
Ich hab nochmal ein paar Plattencove-Remixprojekte gefunden/gesammelt:
Und besonders schön weil aus der Pre-Internet-Ära: Freaky Figures von Christian Marclay (siehe Bild oben)

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Donnerstag, März 08, 2012

Freddy Fische - Wohin kannst Du gehen mit deiner Sehnsucht in der Hand


Und jetzt, zur Entspannung, ein wenig Musik. Das ganze kann man auch als 7'', MCD und MP3 kaufen. Eine 7''-Version ist auf dem Weg zu mir.
Die B-Seite, die mir persönlich einen Tacken besser gefällt, ist übrigens auch in dem Player-Dinger drin. Einfach auf "Forward" drücken, oder das erste Stück komplett anhören, was sicher auch keine schlechte Alternative ist.

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Mittwoch, März 07, 2012

Ein offener Brief an Dieter Nuhr wegen ACTA


Lieber Dieter Nuhr,
wegen dieser ACTA-Geschichte beim Satiregipfel. Ihre Argumentation ist sicherlich schlüssig und richtig. Das „Kostenloskultur“-Argument ist meiner Meinung nach nur etwas zu kurz gegriffen. Darum soll es jetzt aber gar nicht gehen, da haben andere Leute schon bessere Texte zu geschrieben. Ich hab mir allerdings gedacht, Mensch, hab ich mir gedacht, der Dieter Nuhr, das ist doch ein intelligenter Mann, wie kommt der auf so was. Und da ist mir eine Aussage eines Arbeitskollegen von mir eingefallen: Angeblich waren 66% der Kommentare unter den Artikeln bei SPON, Welt.de und Konsorten von der Art „Wo soll ich denn mit ACTA dann die Sachen umsonst her bekommen“. Dieses Bild prägt also scheinbar die Außenwahrnehmung des ACTA-Protests; Die Chaoten aus diesem Internet, wie es so schön heißt. Die vielen differenzierten Argumente werden also scheinbar nur von den Leuten wahrgenommen, die eh schon gegen ACTA sind.

Die andere Sache, über die Sie sich lustig machen „it must be true, i read it on the interwebs“ spielt da natürlich mit rein. Wenn youTube versehentlich und automatisiert ein Video mit Vogelgezwitscher online stellt, der Stern dann mit „Urheberrechtverletzung: YouTube sperrt Video wegenVogelgezwitscher aufmacht“ und nur ganz kurz am Ende darauf eingeht, dass es sich um einen, nicht näher benannten, Fehler handelte, ist doch klar, dass der Leser, der denkt, dass Stern eine seriöse Quelle ist, diese Information „empört“ und ohne weiter Recherche  weitergibt. Hat er immerhin schon immer so gemacht, im kleineren Maßstab natürlich (Stammtisch). Sich dann hinterher hinzustellen und zu sagen „Leute, keiner hat sich Vogelgezwitscher schützen lassen, ihr seit doof“ ist natürlich einfach.

Auf der einen Seite sitzen also die sehr gut organisierten, Seriös wirkenden ACTA-Befürworter, die sich ihre Argumente gut überlegen und veröffentlichen, auf der anderen Seite die Gegner, die unstrukturiert erst mal alles zu Klump hauen. Das ist schlecht, daran muss man arbeiten.

Für diese Einsicht möchte ich mich bei ihnen bedanken. Es wäre schön, wenn Sie, auf der anderen Seite, mal in diesem Internet gucken könnten, ob Sie nicht das ein oder andere gute Anti-ACTA-Argument finden.

Vielen dank für die Aufmerksamkeit
Christian Blass

Dienstag, Februar 28, 2012

Hip Hop Family Tree - Brain Rot Webcomic

Auf boing boing wird gerade ein semi-regular ongoing Webcomic namens Hip Hop Family Tree von Ed Piskor, über die Entstehungsgeschichte und die Zusammenhänge im Hip Hop, veröffentlicht.
Leider kenne ich mich zu wenig aus, um sagen zu können, wie authentisch das ist, dabei war ich leider auch nicht. Ich denke aber, es zeigt doch ganz schön, was damals abgegangen sein könnte und vorallem wie viele Leute daran beteiligt waren. Und die gezeigten sind ja wieder nur die bekannten.

DJ Kool Herc Spawns A New Culture
The Blackout of 1977
Kool Herc Is Out, Grandmaster Flash Is In
The Brothers Disco and The Mighty Mighty Sasquatch
The Origin Of "Hip Hop", And A Tale From Hollis, Queens
Early Hip Hop Entrepreneurs
The Nightclub Circuit, and the Funky 4 MC's
Bull99 Becomes Fred Fab 5

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Montag, Februar 27, 2012

Graffiti Rock - Crazy Fresh Pilot Episode



Ein netter Mensch hat die gesamte Pilot- und einzige Folge von der Number One Show Grafiti Rock auf YouTube gestellt. Einige Szenen daraus kannte ich schon, aber in dieser ganzen Schönheit hatte ich es noch nicht gesehen. Komplett mit Definitionen der neusten Hip Hop Begriffe, einem crazy DJ mit tighten cuts, der Graffiti Rock Hip Hop Bebop Dance Party Crew mit freshen Moves und einem wirklich nicht üblem Staraufgebot.

(via Boing Boing)

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Donnerstag, Februar 23, 2012

Schadet freies Remixen der Industrie



In der Modewelt, um die es im Talk hauptsächlich geht, gibt es kein Copyright und gerade dieser Punkt führt dazu, dass es dort extrem Kreativ zu geht und es der Modebranche sehr gut geht. Überhaupt scheint es Industriezweigen die auf Copyrights (Mode, Comedy, Rezepte, Möbel, Autos, Zauberei) verzichten besser zu gehen als denen, die versuchen sehr Hart gegen Verstöße vorzugehen (Bücher, Musik, Kino). Vielleicht sollte man "denen" das mal sagen. The bottom line is the dollar sign

Der Kunde hat es in der Hand, was er möchte und was nicht. Trends können sich etablieren. Modejunkies müssen dem Trend aber trotzdem einen Schritt voraus sein. Designer müssen kreative Wege finden nicht Kopierbar zu sein.   

Kleine Anekdote: Charlie Parker "hat den Bobop erfunden" weil er dachte, dass Weiße das niemals kopieren werden können.

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Dienstag, Februar 21, 2012

Everything is a Remix - Teil 4


Everything is a Remix Part 4 from Kirby Ferguson on Vimeo.


Der "System Failure" betitelte vierte und letzte Teil der Everything is a Remix Reihe ist raus.

Dieser Systemfehler liegt darin, dass Neues der public domain erst sehr spät zugeführt wird und so ein Aufbauen auf Vorhandenem extrem erschwert wird. Dies ist allerdings ein Grundbaustein der Kreativität, wie schon in den vorherigen Teilen gezeigt wurde. Es wird außerdem darauf eingegangen, dass ein Urheberrecht, abgeleitet von Patenten, durchaus eine gute Idee ist, diese aber, in der momentanen Form des Rechts, oft ad absurdum geführt wird, besonders da Ideen nicht disjunkt sind, was aber den Gesetzen zu Grunde liegt.

Eine weitere interessante These, warum es dazu kommen konnte ist die, dass man das Sich-bei-anderen-Bedienen nicht so sehr wahrnimmt, wie das Weggenommenbekommen (loss aversion). Das bekannteste Beispiel hierfür ist Steve Jobs, der teilweise offen zugegeben hat, Ideen von anderen geklaut zu haben, aber Android den Krieg erklärte, weil es ein gestohlenes Produkt sei. Kopieren ist OK, solange man es (nur) selbst macht.

Ach, was erzähl ich hier groß, am besten anschauen!

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Donnerstag, Februar 16, 2012

Frau Potz lehnt dankend ab



Gestern wurden "auf Spreeblick" die Tracks des Frau Potz Albums "lehnt dankend ab" veröffentlicht. Eine Band die momentan gerade "die Runde" macht, wie man so schön sagt. Die also von vielen Leuten gerade entdeckt wird. Der erste Kommentar unter dem Beitrag ist nicht sehr positiv: "hiiiiilfe, selten so eine scheiße gehört!!!! was soll das denn sein??? turbostaat für arme???" Zugegeben, Turbostaat war auch die erste Band die mir dazu eingefallen ist. Warum das wohl so ist und was uns das über Originalitäts- und Kreativitätsempfinden sagt versuche ich mal hier aufzuschreiben.

Irgendwo, weit ab vom sogenannten Mainstream, entwickelt sich eine Szene. Leute, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben, spielen zusammen Musik, treten miteinander auf, unterstützen und beeinflussen sich gegenseitig. Daraus entsteht dann Etwas, was man wohl Genre nennt, auch wenn das ein bisschen ein verkannter Begriff ist.

Eine dieser Bands, in unserm Beispiel Turbostaat, schafft es nun, außerhalb dieser Szene, vielleicht nicht im Haupt-Mainstream, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen und erfolgreich Platten zu verkaufen. Die anderen Vertreter des Genres bleiben aber weitestgehend unbemerkt. Einige Zeit später steht nun eine zweite Band dieser Szene, Frau Potz, kurz vor dem Durchbruch. Ein kleiner Blick nach oben verrät uns was nun passiert. Turbostaat werden von der Masse als DAS ORIGINAL wahrgenommen und Frau Potz nur als die billige Kopie für Arme. Die anderen Bands der Szene, die vielleicht sogar von Turbostaat "kopiert" wurden, bleiben weiterhin unbemerkt.

Eigentlich hatte ich gestern bei Spreeblick kommentiert: Bestellt. Nuff said. Dabei ist es dann jetzt doch nicht geblieben.

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Mittwoch, Februar 08, 2012

OK GO Needing/Getting (und die Frage nach dem Sinn)


Mit dem neuen OK GO Video kam auf Google+ die Frage nach dem Sinn eines solchen Musikvideos auf. Viele Leute interpretierten die Frage aber irgendwie falsch und sagten, dass ja nicht alles einen Sinn machen muss.

Ich denke, es ging aber viel mehr um die Frage, wo der Sinn ist ein Lied mit einem Auto aufzunehmen, außer eben dem, ein Lied mit einem Auto aufzunehmen. Dieses Lied funktioniert ja nicht außerhalb des Videos. Man kann es nicht im Radio oder im Club spielen und, zumindest nicht in der Form, live aufführen. Für viele Leute ist ein Musikvideo eben eine Art Werbung für ein Lied.

OK GO macht da scheinbar etwas total falsch. Ich kann mich nämlich an viele der Videos sehr gut erinnern, bekomme aber keinen einzigen*) dazugehörigen Song zusammen. Die Sache mit den Hunden, der Rube-Goldberg-Maschine, ein GPS Walk. Das Video ist oft so genial gemacht, dass es den Song einfach in den Schatten stellt. Und hier darf man schon mal nach dem Sinn fragen, oder?

Wahrscheinlich muss man dann einfach irgendwie umdenken. Vielleicht sehen sich OK GO ja vorrangig gar nicht als Band, sondern als Videokünstler. Wie auch immer, das Video ist auf jeden Fall sehenswert, auch wenn ich den Song schon wieder vergessen habe.

*)Höchstens noch das mit den Treadmills, also ihr Durchbruchvideo.

Montag, Februar 06, 2012

Immer das gleiche Bum Bum

Man ist ja mittlerweile in einem Alter, in dem man die heutigen Musiktrends nicht immer so ganz verstehen mag. Bevor man allerdings hingeht und seinen Mißmut darüber äußert, sollte man sich an dieses Bild erinnern und natürlich wieder and das schöne Zitat von Dieter Nuhr: Das ist doch für mich immer das gleiche Bum Bum. Das schlimme ist, das haben meine Eltern auch gesagt.

Das Bild ist vermutlich aus einem Archies-Comic. Mehr weiß ich aber nicht drüber. (Kleiner Nachtrag: Es sind Betty und Veronica)

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Mittwoch, Februar 01, 2012

Soul Train: The hippest Trip in America Doku (VH1)


Ich bin heute nochmal über die Soul Train Doku gestolpert, die ich vor einiger Zeit mal angeschaut habe, dann aber nicht mehr finden konnte. Leider in etwas bescheidener Qualität. Auf jeden Fall super interessant, was die Sendung alles geschafft und hervorgebracht hat.

Der Grund, warum ich das vermutlich gerade Heute entdeckt habe, ist leider ein bisschen trauriger. Don Cornelius, der Host und Mastermind der Show ist Heute nämlich gestorben.

(via Roy Ayers Project)

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Donnerstag, Januar 26, 2012

Mittwoch, Januar 25, 2012

Dienstag, Januar 24, 2012

3D Printed Schallplatte


3D-Printing steht vor der Tür. Als ich gestern von der Physibles-(3DPrinting)-Kategorie bei Pirate Bay gehört habe, hatte ich auch kurz die Idee Schallplatten downzuloaden und auszudrucken. Einen ersten Schritt in diese Richtung zeigt obiges Video.

Wer mehr über 3D-Printing erfahren will, dem sei der TED Talk von Lisa Harouni (via) ans Herz gelegt. Demnach gibt es die Technologie schon seit 30 Jahren und steht nun kurz vorm Massendurchbruch und der nächsten Revolution. Genauso wie diese 30 Jahre Entwicklung an mir vorbeigegangen sind, sind sie nur wahrscheinlich auch an traditionellen Betrieben vorbeigegangen und am Gesetzgeber schon mal sowieso. Aber das ist vielleicht schon wieder zu negativ gedacht.

(Video via Boing Boing)

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Montag, Januar 23, 2012

Plattencover

Who's Left X In Real Life (Zusammengstümpert von mir)
Ich bin ja ein großer Fan des Plattencovers. Projekte die sich mit Plattencovern beschäftigen und neu interpretieren faszinieren mich deshalb auch immer. Aus diesem Grund möchte ich hier mal zweidrei dieser Projekte vorstellen.
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Donnerstag, Januar 19, 2012

Grooveshark schiebt GEMA den schwarzen Peter zu

Grooveshark, so was wie youTube für nur Musik und ohne Videos, hat gestern den Betrieb in Deutschland eingestellt und schiebt den schwarzen Peter der GEMA zu, die zu viel Geld fordern würden.

Dieses "wir sind die guten und die GEMA die Bösen"-Verhalten finde ich nicht ganz fair und richtig. Besonders da hinter der Story scheinbar mehr steckt. Die GEMA behauptet nämlich, Grooveshark hätte gar nicht erst versucht mit ihnen zu verhalten. Dazu kommen diverse Klagen in den USA. Richtig müsste es also heißen: "Die GEMA verlangt überhaupt etwas. Dies sind wir nicht bereit zu zahlen. Wir wissen aber, dass wir geltendes deutsches Recht verletzen, deshalb ziehen wir uns zurück." Die Headline, die ankommt, lautet aber "GEMA shuts down Grooveshark".

Bitte nicht falsch verstehen, natürlich sind Copyright und GEMA höchstgradig Überholungsbedürftig. Am Ende verliert nämlich neben dem Konsument auch der Künstler. Dieser dürfte nämlich schon davon profitieren, dass sein Lied gespielt und geshared wird, egal ob er dafür vergütet wird oder nicht. Auf der anderen Seite finde ich aber schon, dass man als Grooveshark durchaus Abgaben an die Künstler, mit denen man ja sein Geld verdient, zurückfließen lassen könnte. Deren Konkurrenz Simfy scheint sich im Übrigen mit der GEMA geeinigt zu haben und distanziert sich sogar vom Verhalten von Grooveshark.

Eine ähnliche Meinung kann man auf Kotzendes Einhorn lesen.

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Mittwoch, Januar 18, 2012

The day the LOLcats died


Heute war ja großer SOPA/PIPA Protesttag, an dem mein Blog leider nicht teilgenommen hat, sich aber eh keiner zwischen 8:00 und 18:00 hier her verirrt hat. ;)

An dieser Stelle sei auf die kleine Geschichte des Urheberrechts (Kopieren Verboten) von WDR5 hingewiesen. Hier die MP3s, 20 Minuten die man investieren sollte:

01: Die Berner Übereinkunft von 1886
02: Die Erfindung des geistigen Eigentums
03: Die Erfindung der privaten Kopie
04: Kopieren ohne Grenzen

Wer sich noch fragt, warum einem Amerikanische Gesetzgebung interessieren sollte: Das ganze gibt es auch für Europa und nennt sich ACTA. Mehr bei der Digitalen Gesellschaft.

(Video via Gilly's Playgrounds Blackout Seite; Geschichte des Urheberrechts via Nerdcore)

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Mittwoch, Dezember 07, 2011

Sonnenallee und der vermeintliche GEMA FAIL

Kleiner Skandal am Morgen: Sonneallee als erster deutscher Film auf Youtube angekündigt - Gesperrt: Die GEMA hat Verlagsrechte nicht eingeräumt - Schrei, Schrei, EPIC GEMA FAIL!

Ich habe etwas verwundert zugeguckt, wie schnell und unreflektiert der schwarze Peter zur GEMA geschoben wurde. Lustig wurde es dann, als sich auf google+ mal jemand die Mühe gemacht hat, bei der GEAM anzurufen und die gemeint haben, sie waren's nicht und sich das ganze dann recht schnell wieder in Luft aufgelöst hat.

Klar kann man jetzt sagen, die GEMA in Schutz nehmen hilf auch nicht weiter. Google stellt sich aber tatsächlich in dem Fall genauso quer. Das weiss nur fast keiner. Ich finde es nötig, dass die GEMA-Situation reformiert wird, glaube aber nicht, dass blindes GEMA-bashing hierbei sonderlich zielführend ist. Besser man versucht aufzuklären, welche Parteien da im Spiel sind, welche Rechte sie haben und warum sie sich so verhalten, wie sie sich verhalten. Dies hat jetzt beispielsweise das ZDF gemacht. Einen weiteren lesenswerten Beitrag, Aufruf und Lösungsvorschlag zur GEMA-Youtube-Problematik gibt es auf Spreeblick.

Weiterhin nicht zielführend finde ich es, direkt auf irgendwelche Proxies, "mit denen man seine Ruhe hat", zu verweisen, anstatt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Donnerstag, Dezember 01, 2011

Singlesterne


Liebes Internet,
folgende Problematik: Wie heißen die Dinger oben auf dem Bild oder noch besser, wo kann man sie kaufen? Laut wikipedia ist es ein Stern. Unter dem Begriff Singlestern findet man aber leider nur die langweilige Standartvariante. Die Suchbegriffe Mittelstück, Vinyl, Puck, Kreutz, Adapter, 45 helfen leider auch nichts. Ich befürchte fast, dass man die neu gar nicht mehr bekommt. Das Bild ist von Glen Mullaly auf flickr. Bei den Infos zum Bild findet man noch einzwei Zusatzinfos, die mir bei der Suche aber auch nicht wirklich geholfen haben.

Diese Dinger sind zum Symbol von Plattensammlern geworden, auch deshalb würde ich gerne ein wenig mehr über sie erfahren. Komisch, dass es da scheinbar keine Nachfrage gibt. Vielleicht suche ich aber auch einfach nur falsch. Ich verspreche meine Erkenntnisse hier wieder zu veröffentlichen!

[Update 05.12.2011] Über amazon.com findet man ein paar Händler von Vinyl Adapters bzw Record Plastic Inserts. Hauptsächlich in gelb (Marke: Crosley). Hier gibt es noch jemanden der die Dinger aus Junk-Platten "sägt". Auf Anfrage wohl auch andere Varianten. Eine deutsche Quelle habe ich noch keine gefunden.

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Mittwoch, November 30, 2011

Yelle - Comme Un Enfant


YELLE - Comme Un Enfant (official music video) from Yelle on Vimeo.

Gerade eben hatte das neue Yelle Video Comme Un Enfant Premiere. Da Yelle eine meiner (zugegeben spärlichen) Internet-Entdeckungen der letzten Zeit waren und ich mir auch beide bisher erschienenen Alben gekauft habe, muss ich das hier mal erwähnen.

Mittwoch, November 23, 2011

Netzpolitik am Abend - Artikel zum Thema Copyright


Ein bisschen Netzpolitik am Abend. Eine Stange an Artikeln zum Thema Copyright. Anders als der Titel vielleicht suggeriert, ist das hier allerdings nicht in ein paar Minuten zu handlen.

Berthold Seliger - Die Leistungsschutzgelderpresser
Antwort darauf in einem offenem Brief von Mark Chung  
Anmerkungen zur Antwort von Marcell Weiss

Da diese Artikel aufeinander aufbauen macht es keinen großen Sinn hinten anzufangen.
"Unabhängig davon" meldet sich EU-Kommissarin Neelie Kroes mit "Is copyright working?" und einer Rede "Who feeds the artist?" zu Wort.

Weitere Leseempfehlungen, die ich mir zugegeben noch nicht genauer angeschaut habe, zum Thema gibt es bei Spreeblick.

Das ganze hier kann man als eine Art Remix (Kurzzusammenfassung) von diesem Post von Dirk von Gehlen sehen.

Als "Bild" zu diesem Post gibt es ein Statement von Jan Delay zum Thema Raubkopierer, welches gerade beim Kotzenden Einhorn reinkam. Passt halbwegst gut.

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Donnerstag, November 10, 2011

Die Entwicklung Westlicher Tanzmusik

How Music Travels: The Evolution of Western Dance Music
Hier gibt es eine interaktive Grafik zur Entwicklung der westichen Tanzmusik. Am Anfang war der Blues, auch wenn der natürlich auch schon seine Vorgänger hatte, dann kam Jazz und irgendwann ging es dann richtig rund.

In Europa sind neben UK nur Deutschland und Belgien aufgeführt. Südamerika ist aber auch irgendwie vernachlässigt. Naja, dass solche Grafiken hauptsächlich der Unterhaltung dienen sollte bekannt sein.

(via Spreeblick)


Montag, Oktober 17, 2011

Mashup - Lob der Kopie

Ich lese gerade das Buch Mashup Lob der Kopie von Dirk von Gehlen. Der Titel verrät ja schon einiges. Am Besten aber mal selbst in die ersten zwanzig Seiten reinschauen. Vielleicht greife ich irgendwann auch noch zwei drei Sachen aus dem Buch auf... man weiss es nicht. Sehr empfehlenswert.

(via Nerdcore)

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Donnerstag, Oktober 13, 2011

Was ist ein Original


Ein schönes Argument aus Walking on Eggshells möchte ich hier kurz aufgreifen. Bevor es die Möglichkeit gab Lieder auf Tonträger zu bannen, war Musik etwas, was man gespielt hat und nicht etwas, das man konsumierte. Lieder wurden erst dadurch bekannt, dass man sie kopiert, also gespielt, hat. Das der Künstler der das Lied als erstes Aufnimmt eine unantastbare Originalversion erstellt, ist eine sehr neue Entwicklung. Die folgendenen Beispiele sollen den Begriff des Originals deswegen ein wenig hinterfragen.

Apache von ??? 
Der Komponist Jerry Lordan schreibt einen Song namens Apache und sucht eine Band, die ihn für ihn spielt. Da dem Komponist im Jahre 1960 die „Originalversion“ (also die erste eingespielte Version) nicht gefiel, blieb diese zunächst unveröffentlicht. Erst als die Shadows eine Version veröffentlichten, der Erfolg in Großbritannien sich abzeichnete, veröffentlichte man auch das Original. Eine Stange an weiteren Coverversionen folgte. Die Version die heute am bekanntesten ist, dürfte die von der Incredible Bongo Band sein, die das Sample für die Sugarhill Gang stellt. [wikipedia]

Soul Makossa von ???
Bei Soul Makossa ist die Orignialversion von Manu Dibango von 1972 etwas eindeutiger. Trotzdem steht bei Wikipedia der Satz: Since the original was then unfindable, at least 23 groups quickly released cover versions to capitalize on the demand for the record. Ich denke mal, dass sich die Platten auch nicht schlecht verkauft haben. Den Leuten war es also mehr oder weniger egal, wer das Lied spielte, es ging ihnen um das Lied.

I Believe in Miracles von ??? 
Angeblich wurde von der Rare-Groove-Hymne, von 1976 der Jackon Sister, I Believe in Miracles, eine Version von Marc Capanni aufgenommen, die als Original gilt, aber erst nach den Jackson Sisters veröffentlicht wurde [1]. Auch hier spielt wieder der Komponist, Bobby Taylor, eine Rolle. Leider wurde die Marc Capanni-Version erst „kürzlich“ wiederentdeckt, weshalb es auch viele Orte im Internet gibt, die behaupten die Jackson Sisters Version sei das Original. Interessanterweise ist hier aber sowieso der Remix die bekanntere Version.

Das hier sind nur drei Beispiele, über die ich in der letzten Zeit gestolpert bin. Es gibt noch eine ganze Menge anderer, die man gerne in die Kommentare schreiben darf.

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Montag, Oktober 10, 2011

Walking on Eggshells


Walking on Eggshells: Borrowing Culture in the Remix Age from Brendan Schlagel on Vimeo.

Hier noch eine Doku, die ich schon länger in meinen Bookmarks rumliegen habe. Viele Mashup- und andere Künstler erklären, warum Kopieren und Remixen wichtig ist und nicht verteufelt werden sollte.

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(via EverythingIsARemix)

Dienstag, Oktober 04, 2011

Flo Mega, der Bundesvision Song Contest und der Mainstream


Flo Mega - 6.000.000 € Arsch (Official Video) from Flo Mega on Vimeo.

Neulich bin ich über Flo Mega gestolpert. Da dieser in seinem Video eine Miami Dolphins-Jacke trug, erinnerte ich mich daran, dass ich den schon mal in Saarbrücken live bei Sektor Heimat gesehen hatte. Solche Markenzeichen zahlen sich also aus. Ich habe dann gesehen, dass er ein Album (zu der Zeit) raus bringen wird und liebäugelte mit dem Gedanken, es mir zuzulegen. Doch dann stolperte ich über sein neues Video zu "Zurück", eine ziemlich seichte Nummer, mit der er auch noch beim Bundesvision Song Contest antrat. Bevor ich meine Gedanken dazu richtig vormulieren konnte, kamen mir leider Johnny Häusler (Spreeblick) und



Was ist also mein Rat? Wenn euch die Entwicklung der Rockmusik nicht passt, sucht euch andere Musik anstatt „eurer“ Musik hinterher zutrauern.Vermutlich werde ich mir die Flo Mega Platte aber wohl doch kaufen ;-)

(Flo Mega via hier und da)

Donnerstag, September 29, 2011

The Archive


The Archive from Sean Dunne on Vimeo.

Gestern über eine Doku von 2008 über die größte Plattensammlung der Welt gestolpert. Paul Mawhinney hat sein ganzes Leben der Musik gewidmet und ist jetzt ein wenig deprimiert, weil er seine geschätzte 50 Millionen schwere Sammlung, die er Alters- und Krankheitbedingt abgeben muss, noch nicht mal für 3 Millionen Dollar los wird. Wenn ich das richtig aus der Wikipedia ableite, wurde die Sammlung mittlerweile auf Archive und Museen in den USA aufgeteilt.Schon ein wenig tragisch...

Interessante Aussage: 83% der Musik, die er hat, kann man nicht mehr "at any price anywhere" auf CD kaufen. 

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Im Februar 2008 hatte ich die Sammlung schonmal hier drin. Damals stand sie gerade bei ebay zum verkauf.

(via iheartpluto)

Dienstag, September 27, 2011

PressPausePlay - Chance für Künstler oder Grauer Brei


Jedes Kind mit einem Computer kann heute innerhalb von Minuten an einen Status gelangen, für den man Früher(tm) Monate oder Jahre gebraucht hätte, ihn zu erlangen. Ob das nun die große Chance für Künstler ist oder am Ende die Kunst in einem grauen Einheitsbrei untergeht versucht PressPausePlay zu beleuchten.

Das schöne ist, das keine wirkliche Antwort auf die Frage gegeben wird, da man sie ja eigentlich nicht geben kann, sondern die Ungewissheit vor der wir gerade stehen, sehr schön rausgearbeitet wird.

Hier noch ein paar Random-Notes die ich mir beim schauen gemacht habe:
Das Talent von Hitchcock wäre im Noise untergegangen.
Technology always comes before art; The electric guitar was invented for pragmatic reasons.
Die Musik-, Filmindustrie (empowered groups/gatekeepers) gibt es erst seit 50 Jahren.
Was nicht passt wird passend gemacht; wenn jemand nicht gut Schlagzeugspielen kann, macht man das am Computer halt wieder gerade; Das kann aber auch als langweilig empfunden werden.
Wenn man in 10 Jahren auf die Musik von heute zurückschaut, wird man denken, es war umständlich und naiv, aber es hatte seinen Charme

(via nerdcore)

Montag, September 12, 2011

Soul Train - 1973 called

Aufgrund obiger Szenen aus der wunderschönen Sendung Soul Train ließen sich wohl reddit user zu folgendem Kommentar verleiten:
"1973 called, laughed at us, and said that we don’t have a damn clue how to dance anymore" 

Das Schlimme ist, das haben deren Eltern auch gesagt.[1]

Mehr Soul Train gibt es auf dem Soul Train Youtube Channel

(via Gilly's Playground)

[1] Angepasstes Zitat von Dieter Nuhr. Original: "Das Schlimme ist, das haben meine Eltern auch gesagt". Nachdem der gerade 30 gewordene Dieter feststellt, dass die heutige Musik für ihn doch immer das gleiche Bumm Bumm ist.

Mittwoch, August 31, 2011

Les Années YéYé

Ich bin ein Freund von YéYé Girls, also französischer von Frauen gesungener Popmusik der 60iger Jahre. Leider habe ich bis jetzt noch keine geeignete Bezugsquelle für quarante-cinq tours gefunden.

Jetzt bin ich momentan in Brüssel und habe einen schönen Plattenladen entdeckt, der auch eine français Abteilung hat. Die anderen Läden, die ich noch nicht besucht habe, haben sowas bestimmt auch. Ich sitze also praktisch an der Quelle. Nur ist das jetzt gar nicht so leicht, da was adäquates zu finden. Dafür kenne ich mich nämlich doch zu wenig mit dem Genre aus. Genaugenommen stützt sich mein Wissen mehr oder weniger auf die CD Box "Femmes de Paris". Namentlich kenne ich kaum Interpretinnen. Klar man könnte nach dem Aussehen der Hüllen gehen. Leider gelten hier nicht die üblichen Kriterien. Reinhören wäre noch ne Alternative. Allerdings bräuchte ich dafür viel mehr Zeit.

Gestern bin ich dann, neben ein paar Funk und Soul-Platten, wenigstens noch mit einer France Gall- und einer Sheila-LP (Video) aus dem Laden gegangen. Vielleicht guck ich mal noch nach einer Compilation und versuche beim nächsten mal besser vorbereitet mein Glück.

Dienstag, August 23, 2011

BSF - Brussels Summer Festival

Bild von BSF Facebook Seite (Eric Danhier)

Ich war letzte Woche in Brüssel und habe mir die Abende auf dem Brussels Summer Festival vertrieben (Nein, nicht das mit der eingestürzten Bühne). Hier mal eine kleine Liste von Bands die ich dort gesehen habe:

Balthazar, Vismets, Baden Baden, Great Mountain Fire, Yodélice, Polyphonic Size.

Bis auf Polyphonic Size konnte ich allen Bands etwas abgewinnen.

Das Konzept des Festivals finde ich sehr gut. Es ist in der Stadt, 10 Tage lang, aber jeweils nur Abends. An den ersten vier Tagen war verlängertes Wochenende, da gab es dann noch eine größere Bühne mit größeren Namen. Da war ich aber leider nicht vor Ort.

Am coolsten war aber ein illegales Konzert von drei als Putzfrauen verkleideten Musikern, die sich nach dem letzten Konzert in den "Abfluss" des Festivals gestellt haben und dort übels rumgejazzt haben. Einer der Musiker hat mir hinterher noch seine Karte gegeben: Rick Venn

Donnerstag, August 11, 2011

Als ich den Punk erfand

Artwork for Barbie and the Rockers, a 1980s product by Mattel (via)

Wir haben gelernt, dass neue Kunstwerke aus Kopieren, Transformieren und Kombinieren von vorhandenen Sachen entstehen. So bewegt man sich aber, auf den ersten Blick, nur in eine Richtung. Eine wichtige Komponente fehlt doch noch? Oder um es mit einem Zitat zu sagen, dass ich neulich gefunden habe:
Art is either plagiarism or revolution. [Paul Gauguin]
Der Punk zum Beispiel ist entstanden, weil man unzufrieden mit der verschnörkelten, komplexen, technisch anspruchsvollen Musik der damaligen Zeit war. Eine Revolution musste her. Man wollte sich von dem vorhanden abgrenzen.
Das Wort Revolution ist hier allerdings etwas irreführend. Auf der einen Seite, weil das nicht im Sinne von „Piff Paff Schrubbeldiekatz: Punk“ zu verstehen ist, sondern durchaus aus langsamen Transformationen entstand. Auf der anderen Seite, weil Revolution sich aus „zurück wälzen“ […] Wiederherstellung des alten legitimen Zustandes [wikipedia] herleitet.
Die Musik fing mal simpel an, im Laufe der Jahre wurde sie immer komplexer und künstlerisch ansprechender. Dies passte den Leuten nicht und Zukünftige Lieder entwickelten sich ehr aus Einflüssen, als die Musik eben noch simpler war.
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Everything is Remix - Teil 3


Everything is a Remix Part 3 from Kirby Ferguson on Vimeo.
Auch wenn das bis jetzt der schwächste Teil von Everthing Is A Remix ist und auf den ersten Blick nichts mit Musique zu tun hat, muss ich es doch hier reinhängen.

Es wird noch mal drauf eingegangen, dass es eine Menge Mythen über Kreativität und Inspiration gibt und das die Meisten großen Erfindungen aus Kopieren, Transformieren und Kombinieren von vorhandenen Erfindungen entstehen.

Interessant ist auch der Teil, nach dem eigentlichen Ende des Beitrags. Dort wird auf die Frage eingegangen, ob die Welt anders wäre, wenn jemand bestimmte Erfindungen nicht gemacht hätte.

Ein Beispiel aus der Musikwelt wäre, würde die heutige Musik anders klingen, wenn es die Beatles nicht gegeben hätte. Die Antwort vermutlich nicht groß, da die Musik der Beatles einfach ein Produkt ihrer Zeit war und andere Künstler auf ähnlichen Spuren gewandelt sind.

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Dienstag, August 09, 2011

These are the Breaks


Kurtis Blow.The Breaks [SoulTrain.1980] von capitainfunkk
Coverversions-, Sample- und Break-Datenbanken erfreuen sich einer gewissen Beliebtheit. Auch unter vielen Musikvideos findet man häufig Kommentare, wer sich denn da von wem Beeinflussen hat lassen. Wie entsteht so was wohl? Welche Motivation steckt dahinter?
Vorneweg, ich schaue auch gerne mal nach. Hauptsächlich aber um zu verstehen, wo unsere aktuelle Musik denn so herkommt. Im Hip Hop wird sich auch gerade sehr stark auf die Ursprünge zurück besonnen, die in Blues, Jazz, Funk, Soul und Disco liegen. Diese Genres sind wiederum auch alles sehr stark miteinander verbunden. Darüber hinaus sammle ich den Kram dann auch. Samples sind dabei aber natürlich nicht meine Hauptinspirationsquelle.
Andere Motivation könnte aber natürlich eine Art Diffamierung des samplenden Künstlers sein: „Man, diese Lady Gaga ist ja so unkreativ“. „Das was Daft Punk macht, kann ja jedes Kind am PC in seinem Keller“.
Vermutlich kocht die Frage aber darauf hinunter, was Leute generell dazu bewegt Wissen ins Internet zu schreiben. Bevor man allerdings jemanden der Unkreativität beschuldigt, sollte man sich klar machen, dass Nachmachen durchaus ein kreativer Prozess ist. Dieser Eintrag hier ist zum Beispiel zu einem großen Teil durch Everything Is A Remix beeinflusst.
Diesen Beitrag habe ich im Rahmen des Open-Spreeblick-Projekts am 28.07 eben dort veröffentlicht, wollte ihn dann aber doch hier nochmal stehen haben.

Mittwoch, Juli 27, 2011

Eilmeldung: Leute die sich für Musik interessieren kaufen Musik

Eine Studie der Musik-Lobbygruppierung IFPI kann auch so interpretiert werden, dass Leute die sich Musik aus dem Netz ziehen, im Vergleich zu Leuten die dies nicht tun, mehr Musik kaufen.

Erklärt wird das dadürch, dass der durchschnittliche "Pirat" einen festen Betrag monatlich für vorrangig digitale Musik ausgibt. Was sein Budget sprengt lädt er sich eben mangels besserer Alternativen runter. Ein wirklicher Schaden entsteht so nicht, da man ja nicht mehr Geld ausgeben kann als man hat. Als Lösung wird angeboten eben diese kostenlosen bzw. günstigen Alternativen zu schaffen. Wie sowas gehen könnte wird zum Beispiel von heimatseeker in der Open Spreeblick Aktion erörtert.

(via Open Spreeblick)

Eine ähnliche Studie gibt es auch für kino.to Nutzer.

Freitag, Juli 22, 2011

Alex Steinweiss, der Erfinder des Plattencovers ist tot

Bild: Das erste Steinweiss Album Cover (von hier)
Da ich ja ein großer Freund von Plattencover-Artwork bin, hatte ich Alex Steinweiss als Erfinder des Plattencovers hier schon mal erwähnt. Am 17.07.2011 ist er nun im Alter von 94 Jahren gestorben.

Auch wenn es jetzt vielleicht ein wenig unpassend erscheint, bin ich auf der Suche nach dem ersten Plattencover, welches man oben sieht, über folgende Textpassage gestolpert:

...my only criticism would be about the (unresearched) assumption that Steinweiss was the first (with Columbia) to produce record cover art, in particular for record albums. While this might possibly be true in the USA, it is certainly not at all true in the UK, where both Columbia and HMV had coloured artwork designs on album covers in the early 1920s (and earlier): for instance, the pre-electric Gilbert and Sullivan HMV albums, starting with ‘The Mikado’ in April 1918. Other ‘beautifully illustrated albums’ for special sets (with artwork inside as well as outside) appeared before the end of the First World War; Liza Lehmann’s ‘In a Persian Garden’ has a coloured artwork illustration for each album disc as well as coloured cover art [Review auf amazon.com via hardformat]

Sprich, wie so oft, waren auch schon früher andere Leute am Werk Ähnliches zu machen, mit Steinweiss kam dann aber vermutlich der Durchbruch.

(Todesmeldung via laut.de)

Montag, Juli 11, 2011

45s vs 12''

Ich war die letzten Wochen unterwegs und bin deshalb nicht zum bloggen gekommen. Unter anderem war ich in Köln im Drake Records. Der sehr nette Besitzer DJ Phoney fragte mich als erstes, nachdem ich mein Interesse an Funk, Soul usw. bekundete, ob ich 7'' oder 12'' suche. Offenbar werden auf diesem Sektor in letzter Zeit vermehrt 7'' Singles nachgefragt. Begründung: Meistens geht es den Leuten eh nur um ein Lied.

Finde ich auf der einen Seite etwas seltsam, weil man so wieder Gefahr läuft dem bekannten nach zu sammeln und nicht mal ein bisschen Rechts und Links guckt: Was hat der Künstler sonst noch gemacht? Außerdem gibt es bei LPs natürlich auch noch das bekannte Plattencover, das schon sehr viel über den Inhalt einer Platte aussagt. So stößt man auf Platten die man sich vielleicht sonst nie gekauft hätte. Bei 45s und 12'' Singles kann man natürlich auch nach den Labels schauen, das ist aber nicht das gleiche.

Auf der anderen Seite kommt aber wieder der Unterschied zwischen Collecting und Hording ins Spiel. Wenn man LPs kauft, sammelt man natürlich einen Haufen mittelmäßiger Tracks mit.

Hier gilt es vermutlich wie so oft den richtigen Trade Off zu finden.

Related:

Montag, Juni 06, 2011

Ikea, Expedit & Schallplatten

Bild von DJ Moncef Belyamani
Ich weiss nicht, ob es Ikea zu dem Zeitpunkt bewusst war, dass sie mit dem Expedit, das Plattensammlerregal schlechthin auf den Markt gebracht haben.

Ja, ich habe auch eins... ein "halbes" (2x8).

Related:






(via Boing Boing)

Dienstag, Mai 31, 2011

Every pirate wants to be an admiral








Ein Kurzes Interview mit Cory Doctorow im Guardian über Piracy and Copyrights. Jeder der einen Neuen Verbreitungskanal von Medien erfindet wird von den Etablierten wegen Piraterie angeklagt... bis sich sein Modell selbst etabliert.

Musiker haben irgendwann angefangen Komositionen auf Schallplatten aufzunehmen, zum Ärgernis der Herausgeber von gedruckten Kompositionen. Als dann aber Radiostationen anfingen diese Platten zu spielen ohne dafür zu bezahlen, war das Geschrei natürlich groß: Was wir gemacht haben war Fortschritt, das im Radio zu spielen ist Piraterie. Das ganze Spiel geht dann eine Weile so weiter, bis man irgendwann beim Internet ankommt. Der Unterschied jetzt ist, laut Doctorow, das die Majors auf einmal Ernst genommen werden.

Mal abgesehen von der Frage, ob das mit dem Ernstnehmen stimmt, oder ob das nur eine Wahrnehmung ist, könnte diese Macht der Plattenfirmen darin liegen, dass die frühen Internetpiraten keine eigenen wirtschaftlichen Interessen hatten. Die Peer2Peer-Community hat ihre Sachen einfach geshared, "weil es eben ging". Oder sehe ich das jetzt falsch?

(via Spreeblick)

Donnerstag, Mai 26, 2011

What Do You Do When Your Record Collection Is Not Important Anymore?

The Return Of Vinyl (via pskf)

Als Aufhänger erstmal das Comeback des Vinyls als Infografik. Das ganze muss man aber etwas relativieren: Vinyl bleibt, obwohl wieder mehr drauf raus gebracht wird ein Liebhaberstück [1].

Ich hatte das ja schon mal erwähnt. Musik wird digital zugänglicher und fast immer und überall verfügbar. Bedeutet, bald hat jeder hat Zugriff auf so gut wie Alles. Die klassische, private Plattensammlung existiert bald nicht mehr.

Welchen Wert hat jetzt aber diese klassische Plattensammlung? (Achtung: ab hier bedeutet Plattensammlung sowohl CD- als auch Vinylsammlung.) Sie ist eine Art Spiegel des eigenen Geschmacks und damit auch der eigenen Persönlichkeit. Zeig mir deine Plattensammlung und ich sage dir, wer du bist. Jedes Teil wird sorgfältig ausgewählt. An dieser Stelle sei auf den Unterschied zwischen „collecting“ und „hording“ hingewiesen [2]. Der Collecter sammelt nur die für ihn relevanten Sachen, während der Horder alles anhäuft und leicht den Überblick verliert, vermutlich selbst mit der besten Verzeichnis- und Tagstruktur.

Platten kann man physikalisch zur Schau stellen. Den Inhalt der Festplatte hingegen sieht man nicht. Stolpere ich Zufällig über eine Platte meiner eigenen oder einer fremden Plattensammlung, wird direkt etwas durch das Artwork in meinem Kopf ausgelöst [3]. Nicht umsonst sind die Plattenverkäufe hochgegangen, als ein Herr Steinweiss das Plattencover erfunden hat [4]. Ein Dateiname kann dies nur bedingt leisten und auch mit Cover Previews ist es nicht das gleiche.

Vermutlich ist das aber alles egal. Es soll nur als kleiner Erklärungsversuch dienen, warum Vinylverkäufe leicht nach oben gehen.

Zum Schluss noch, der Song zur Frage: steaKKnife – my record collection

[1] The Vinyl Comeback, In Historical Perspective... (via create digital music)
[2] How to steal like an Artist
[3] Bytes statt Billy
[4] Wikipedia: Alex Steinweiss

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Montag, Mai 16, 2011

Sampling - Is it art or stealing?


Mini-documentary on 'sampling' circa 1988Ist Samplen Kunst oder Diebstahl? Eine Frage, die vermutlich so alt ist, wie das Samplen selbst. Oder besser, die aufkam, als man mit samplen Geld verdienen konnte.
Ein schönes Pro-Sampling-Argumente: Durch Samples wurden manche Künstler erst (wieder) bekannt. Zum Beispiel eine Frau Ofra Haza, die einen Karierschub bekam, als ihre Stimme für ein Lied von Eric B. und Rakim gesampled wurde.
Der Fresh Prince meint, dass Hipp Hop James Brown wieder zum Leben erweckt hätte. Ohne die vielen James Brown Samples wäre dieser wohl in Vergessenheit geraten, weil er finished und old war.

Was ich nicht wusste, ist dass Jimmy Castor die Beastie Boys verklagt hat. Und zwar wegen dem Ausruf "Hey, Leroy" in "Hey, Leroy, Your Mama's Callin' You". Also noch nich mal was groß musikalisches. Seltsam finde ich daran, dass er bei diesem neueren Auftitt stolz verkündet, dass "it's just begun" the quintessential Hip Hop song ist und sampled all over the world.

(via we like that)

Donnerstag, Mai 12, 2011

Breakin N Enterin


Little Dominos - Breakin n EnterinWer nach dem Video Lust hat, mehr über die Anfäge von Breakdance, Popping und Locking zu erfahren, kann das entweder en Block, dafür mit komischem deutschem Sprecher, als Breakdance Gang tun, oder ohne den Sprecher, dafür in Teilen, als Breakin N Enterin. Das ganze ist ne Doku von 1983. Es ist also viel näher dran als irgendwelchen neuen Dokus.

Was ich gerade an dem Little Dominos Video so cool finde, ist dass es, gerade wegen den Fehlern die sie machen, so echt wirkt. Die Breakdance Crews, die man Heute so sieht, sind alle so perfekt und die Moves total ausgefeilt. Da wirkt das einfach wieder frischer.

(via Kraftfuttermischwerk)

Samstag, Mai 07, 2011

Die Neunziger Jahre sind vorbei


Das Mütze Katze DJ Team vor 6.000 Groupies from Nils on Vimeo.
Meiner Meinung nach, sieht man hier ganz schön, warum man retrospektiv die neunziger Jahre gut findet. Man wird einfach nur noch mit den sogenannten Kultlieder konfrontiert. Der ganze richtigen Trash, den man schon immer nicht mochte, wird einfach ausgeblendet.
In ein paar Jahren wird es bestimmt schon die ersten 2000er Parties geben und obwohl man momentan noch über den vielen Schrott den es gab jammert, wird man sie vermutlich gut finden. Weil man ja doch auch irgendwie dabei war.
Deshalb jetzt auch noch mein Top Neunziger Lied: 2 Unlimited - No Limit

(via Gilly's Playground)


Donnerstag, Mai 05, 2011

Beatles 3000


Schöne Doku von in 1000 Jahren über die Beatles. Durch "ein wenig" Übertreibung wird das Problem mit Musikdokus gezeigt. Wie es damals wirklich war, wissen nur die, die wirklich dabei waren. Und meistens vermutlich selbst die nicht.

(via Nerdcore)

Filter Bubble Trouble


Ein TED Talk von Eli Pariser über das Problem mit so genannten Filter Bubbles. Webseiten filtern Nachrichten, je nach dem, wie man vorher mit ihnen agiert hat. Wer bei google oft nach Reisezielen sucht, bekommt auch zu Ägypten Reiseziele vorgeschlagen, auch wenn dort gerade Revolution ist. (Vergleiche auch: Die ganze Welt ist meiner Meinung.)

Auf die Musikwelt übertragen. Amazon merkt, dass ich mich für Funk Musik interessiere, also schlägt es mir ähnliche Platten vor. Bei Last.fm, lasse ich mir, auf Basis meiner gehörten Lieder, Ähnliche vorschlagen. Gleiches gilt für youtube. (Ja, youtube ist eine Musikplattform.)

Klingt irgendwie logisch, dass ich so in eine Sackgasse rein laufe, da mir irgendwann immer das Selbe angeboten wird. Interessiere ich mich für Rock, wird mir kein Algorithmus Hip Hop oder House vorlegen.

Der Mensch tendiert allerdings scheinbar dazu, sich solche Bubbles zu schaffen. Neulich war ich im Zeitschriftenladen. Was habe ich mir gekauft. Nicht etwa das Magazin über Elektro, auch nicht das Hip Hop Magazin sollte es sein. Nein, die altbekannte Visions.

Auf der Suche, nach Plattenläden in Frankfurt, wurde mir ein Laden empfohlen. Nach kurzem Überfliegen der Auslage wurde mir schnell klar: Hier findest du nicht das, was du suchst. Also bin ich weiter gezogen.

Jemand, der sich selbst als Rock Fan bezeichnet, wird in keine House Clubs oder zu Hip Hop Veranstaltungen gehen. Die einzig Wahren sind die, die Fett mit Rock werben.

Man manövriert sich also irgendwie selbst in seine kleine Bubble hinein. Natürlich, der Unterschied ist, dass man es irgendwie noch selbst in der Hand hat aus der Bubble auszubrechen, da man mit den Alternativen konfrontiert wird. Man selbst ist also der Gatekeeper, wie es im Video genannt wird. Allerdings ein sehr mächtiger!

(via Nerdcore)

(Achtung: Dies sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern Erklärungsversuche eines alterndem Musik-Nerds(30), der Versucht sich konservative Weltsichten bezüglich Musik seiner Altersgenossen zu erklären.)

Montag, Mai 02, 2011

Wer sind die Beatles?


Straßenbefragung zum Thema Wer sind die Beatles. Der Ersteller wundert sich darüber, dass Leute die Beatles nicht mehr kennen, mögen oder „noch schlimmer“ sich noch nie mit ihnen beschäftigt haben. Das ganze endet mit der Einblendung „I Hate Young People“. Klar, wer die Beatles nicht kennt hat eh keine Ahnung von Musik.
Deshalb jetzt meine Meinung zu den Beatles: Die Beatles waren zu ihrer Zeit wichtig, da sie Blues und Soul Musik an den Englischen/Europäischen Geschmack angepasst haben. Viel mehr haben sie aber am Anfang ihrer Karriere nicht gemacht. (Link: Coverversionen & Zitate der Beatles)
Zwar haben die Beatles eine Zeit lang viel rumexperimentiert, sind dabei aber dem Pop doch immer sehr Nahe geblieben. Deshalb mögen mehr Leute die Beatles als Beispielsweise Pink Floyd. Letztere haben viel Krassere Sachen gemacht. [1]
Meine kurze Antwort auf die Frage „Wer sind die Beatles“ lautet also: John & Paul & George & Deine Mudder